Tom Shark – Das Geheimnis der Jagowstraße
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Der amerikanische Meisterdetektiv Tom Shark bekommt es mit seinem zweiten Fall auf deutschem Grund und Boden zu tun. Nachdem mit der ersten Folge ein guter und solider Einstand gelungen ist, bin ich gespannt, ob man die Form halten kann und uns auch in der neuen Episode ein unterhaltsames Kriminalstück auftischt, finden wir es also heraus.

Shark erhält einen Brief, doch noch bevor er seinen Freund und Kompagnon Dr. Pitt Strong über dessen Inhalt in Kenntnis setzt erhalten die beiden Besuch. Die Frau verwitwete Geheimrat Giese vermisst ihren Sohn, dieser hat merkwürdige Geschehnisse in der, dem Haus der Gieses gegenüber gelegenen, verlassenen Villa beobachtet und eigene Nachforschungen angestellt, seitdem ist er verschwunden. Bald kristallisiert sich heraus, dass die Vorkommnisse in besagter Villa in der Jagowstraße mit einer Safeknackerbande zusammenhängen, die aktuell ihr Unwesen in Berlin treibt. Und das ist natürlich noch nicht alles, die Drahtzieher der Bande sind Shark bestens aus seiner Zeit in Amerika bekannt … klar, dass sich der amerikanische Meisterdetektiv der Sache persönlich annimmt und gar nicht daran denkt die Polizei einzuschalten. Und wie man es nach der ersten Folge erwarten kann, geraten Shark und Strong wieder in eine brenzlige Situation … hat Shark seine Kontrahenten unterschätzt und geht es ihm nun selbst an den Kragen oder gelingt es ihm doch noch die Situation zu meistern und den gelösten Fall mit einer Ägyptischen zu feiern?

 

Allgemein kann man sagen, dass die Serie stilistisch nahtlos an die erste Folge anknüpft. Man präsentiert den Hörerinnen und Hörern wieder einen recht einfach gestrickten und sehr geradlinig verlaufenden Fall ohne größere Überraschungen. Dieser wird vorallem durch seine Sprecher getragen. Zudem versetzen einen die musikalische Untermalung und Klangkulisse wahrlich ins Berlin der Vorkriegszeitatmosphärisch absolute Klasse! Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch komische Einlagen der Hauptcharaktere unterbrochen, die wieder einmal recht eigenwillig an die Lösung des Falles herangehen. Shark geht sogar soweit, dass er den Gefangenen der Gangster, der die offensichtlichen Kritikpunkte an den Ermittlungsmethoden des amerikanischen Detektivs offen ausspricht, noch ein Weilchen weiter in seinem Gefängnis schmoren lässt. Mit Tom Shark hat man eine Krimi-Produktion vor sich, die sich selbst nicht besonders ernst nimmt und genauso sollte man es als Hörer auch tun. Alle beteiligten Charaktere werden sehr überspitzt dargestellt, am ehesten lässt sich das wohl mit einem Butler Parker aus der gleichnamigen Serie (leider mittlerweile bis auf weiteres eingestellt) vergleichen. Vorallem die amerikanischen Dialekte des Obergangsters und Sharks selbst sind manchmal vielleicht einfach ein wenig zuviel des Guten.

Alles in allem kann man sagen, dass auch mit Folge zwei ein kurzweiliges und unterhaltsames Hörspiel gelungen ist. Wer es zuweilen komisch mag und nicht bei jedem Krimi ein dramaturgisches Meisterwerk erwartet, der kann Tom Shark auch bei Folge 2 weiter treu bleiben. Ich denke ich verrate nicht zuviel, wenn ich erwähne, dass Teile der Ganoven aus dieser Folge auch beim nächsten Mal wieder mit von der Partie sind. Also warten wir gespannt auf welche Probleme der amerikanische Meisterdetektiv beim nächsten Mal stoßen wird … darauf eine Ägyptische!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion: 
 
24 Punkte = Hörspaß

Cover: © Marctropolis