Markus Topf: Mord in Serie – Bei Anruf Angst (11)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Heute steht also mal wieder ein „Mord in Serie“ auf meinem Hörspielprogramm. Es ist ja gar nicht einfach sich immer neue kriminologische Szenarien auszudenken, die immer wieder aufs Neue überraschen und mitreißen und das auch noch bei einem Veröffentlichungsrythmus wie ihn Contendo Media mit dieser Hörspielreihe anschlägt. Ich bin also gespannt, welche Thematik man dieses Mal aufgreift.

Der Titel impliziert bereits, dass ein Telefonat im Vordergrund stehen wird, jedoch nicht in welcher Form. Diese Frage wird gleich zu Beginn des Hörspiels geklärt. Ein Anruf geht in der Bremer Notrufzentrale bei der Feuerwehrfrau Carolin Dietrich ein, ein Junge, Jeremy Hansen, ist am Apparat und berichtet, dass er und seine Mutter entführt wurden! Wo er sich befindet, weiß er nicht, aber dennoch steht bald fest, dass die Opfer und ihr Entführer sich in einem fahrenden Fahrzeug befinden. Die entscheidenden Fragen sind, wer ist der Kidnapper, wo soll die Fahrt hingehen und vor allem, was ist das Motiv? Wer jetzt an einen Triebtäter denkt, hat weit gefehlt, mehr werde ich allerdings nicht vorweg nehmen.

 

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Als ich das Hörspiel anhöre, fällt mir sofort der Trailer zu dem neuen Halle Berry Film ein in dem diese ebenfalls von einer entführten Person angerufen wird, die sich im Kofferraum eines fahrenden Wagens befindet. Diese Ähnlichkeit kann allerdings auch reiner Zufall sein. In der ersten Hälfte des Hörspiels steht vor allem der Dialog zwischen Frau Dietrich in der Notrufzentrale und Jeremy Hansen im Vordergrund. In dieser Phase spannt sich der Spannungsbogen auch auf eine ansprechende Art und Weise. Mit der weiteren Entwicklung der Handlung verflacht die Geschichte dann aber zunehmend. Ich persönlich hatte zumindest das Gefühl, dass die Spannung ab einem gewissen Punkt regelrecht verpufft und die Aufklärung der Geschichte war für mich dann eher etwas langweilig als wirklich packend. Und auch der Track nach dem Outro, in welchem dem Hörer meist nochmal eine interessante Wendung präsentiert wird, war dieses Mal auch eher vorhersehbar als überraschend. Kein Vergleich mit den entsprechenden Wendungen früherer Episoden, beispielsweise bei der aller ersten „Mord in Serie“ Folge. Das mag jetzt alles etwas sehr negativ klingen, man muss aber auch sagen, dass von handwerklicher Seite wieder alles sehr professionell und ansprechend produziert ist. Musik und Geräuschkulisse untermalen die Szenerie stimmig und auch die Sprecher gefallen mir durch die Bank weg recht gut. Bei der Handlung will der Funke bei mir aber leider nicht so wirklich überspringen.

Alles in allem muss ich sagen, dass „Bei Anruf Angst“ innerhalb der Serie eher zu den schwächeren Episoden gehört. Die Handlung gibt einfach nicht genug her, als dass man mich als Hörer wirklich damit mitreißen könnte und nach der ersten Hälfte verflacht die Story, wie oben angemerkt, dann zunehmend und plätschert hinten heraus dann langsam aus ohne nochmal einen Paukenschlag zum Abschluss folgen zu lassen. Fazit: Professionell produzierte Durchschnitts-Krimi-Kost, die nicht "thrillt".

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion: 
19 Punkte = Rohdiamant

Cover: © Contendo Media

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