Markus Topf: Mord in Serie – Gier (12)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Das Dutzend ist nun voll und der nächste Mord in Serie steht uns bevor. „Gier“ könnte fast in jedem Zusammenhang stehen, aber eines ist gewiss; wie immer das Motiv auch aussehen mag, mindestens ein Mord wird wieder im Vordergrund stehen. Denn wenn etwas diese Serie ausmacht dann das, warten wir also gespannt wer hier wen ermordet und warum.

Um was geht’s hier eigentlich? Es fängt alles ganz harmlos an, Theresa hat soeben ihren Job verloren und ihre Freundin Stella überredet sie bei einem Escort-Service anzuheuern. Diese Dienstleister haben nicht umsonst einen zwielichtigen Ruf und es dauert auch nicht lange bis Theresa mit einem wohlbetuchten Kunden im Bett landet, der nicht so koscher ist wie es den Anschein hat. Doch das ist natürlich nicht alles, auf der einen Seite sind verschiedene Damen des Escort-Service spurlos verschwunden, auf der anderen Seite wird Theresas Verehrer von einem Unbekannten mit Videomaterial erpresst, auf dem nackte Tatsachen zu sehen sind. Gibt es einen Zusammenhang oder ist das alles ein reiner Zufall? Wer steckt hinter der Erpressernachricht und wer hat die Frauen beiseite geschafft und warum? Fragen über Fragen, die selbstverständlich zum Ende beantwortet werden.

 

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Ich muss sagen, dass mich die neue Folge etwas besser zu unterhalten vermochte als die vorangegangene. Die Handlung ist kurzweilig und plätschert rasch dem Ende entgegen. Das Ende hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch ein wenig mehr Überraschung parat haben können. Auf Grund der überschaubaren Zahl von Charakteren wird der geübte Krimihörer vielleicht schon vor der Auflösung darauf kommen, wer hinter allem steckt. Auch hat man in einigen der früheren Folgen nach der eigentlichen Geschichte nochmal einen Track gebracht, der eine zusätzliche Pointe setzt und zuweilen wirklich schockieren konnte. Dies ist diesmal nicht so gut gelungen und man präsentiert einen Rückblick bei dem man ohnehin schon weiß was passiert. Naja, man kann nicht immer alles haben und Contendo Medien präsentiert mit „Gier“ dennoch wiedereinmal einen kurzweiligen Thriller, der die meisten Hörer sicher unterhalten wird. Auch die Sprecher sind wieder gut gewählt, dabei hat mir vorallem Gerald Paradies sehr gut gefallen, den ich seit der Caine-Reihe schon lange nicht mehr gehört habe. Musik und Geräuschkulisse sind ebenfalls gewohnt professionell. Das einzige was bei mir der Atmosphäre nicht zuträglich war, waren die Sex-Szenen, ich persönlich mag das in Hörspielen gar nicht … aber das ist wohl Geschmackssache.

Fazit: Ein kurzweiliger Thriller, der allerdings nicht bis in den allerletzten Punkt überrascht. Dennoch ein solides Hörvergnügen aus dem Hause Contendo, das ich vom Gesamteindruck her innerhalb der Serie im oberen Drittel einordnen würde.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover:
Emotion:

  22,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © Contendo Media

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