Morgenstern: Die Axt (4)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Am heutigen Tag ist ein großes Jubiläum für mich, ich schreibe heute meine 100ste Kritik für Audio-Kritiken! Der Potsdamer Privatdetektiv mit der Nahtoderfahrung startet mit „Die Axt“ in sein viertes Abenteuer. Wer die bisherigen Folgen nicht kennt, hat aber kein Problem, denn was die Handlung angeht, haben die ersten Folgen für sich alleine stehen können und die verbindende Rahmenhandlung blieb noch etwas vage und hintergründig. Daher bin ich eigentlich guter Dinge, dass das vierte Abenteuer auch ohne Kenntnis der anderen Folgen für sich alleine funktionieren wird. Fackeln wir also nicht lange, sondern hören rein!

Von einer Geburtstagsfeier in seiner Stammkneipe noch leicht verkatert, wird Morgenstern von seinem Telefon aus dem Schlaf gerissen, die Freundin seines besten Freundes Knut, Aylin, ist Zeugin eines Mordes geworden und Knut möchte Chris dabei haben. Der Privatschnüffler macht sich natürlich umgehend auf den Weg zum Tatort, um seinem Freund beizustehen. Der Täter soll eine Axt bei sich gehabt haben, Aylin steht jedoch noch vollkommen unter Schock und soll erst einmal aufs Revier gefahren werden, selbstredend sind Chris und Knut mit dabei. Ab diesem Moment beginnt ein regelrechter Spießrutenlauf! Plötzlich steht ein Auto auf der Straße quer und die Kugeln zischen unseren Protagonisten um die Ohren. Nach gelungener Flucht in Chris' Wohnung bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen, denn nachdem die Polizei über ihren Aufenthaltsort informiert ist, stehen kurz darauf wieder die Killer vor der Tür. Gibt es ein Informationsleck bei der Polizei? Unsere Helden sind weiter auf der Fluch bis es zum großen Finale mit dem Axtschwinger kommt.

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Alles in allem würde ich sagen, dass man den Hörerinnen und Hörern mit „Die Axt“ ein kurzweiliges, nicht allzu komplexes Action-Spektakel präsentiert. Das Ganze ist nichts wirklich Neues oder Spezielles, sammelt aber dennoch einige Pluspunkte. Die Tatsache, dass eine kriminelle Vereinigung so viele Ressourcen aufwendet, um eine Zeugin zu beseitigen, die einen ohnehin einschlägig bekannten Killer identifizieren kann, empfand ich dann doch als weit hergeholt und unrealistisch. Aber nun gut, unterhaltsam war die Geschichte dann doch. Zudem wird die Rahmenhandlung rund um den Unbekannten, der Morgenstern regelmäßig kontaktiert, so langsam aber sicher richtig interessant. Wer verbirgt sich hinter diesem Fragezeichen, dem Mann, der alle Anforderungen eines Verbrechers mitbringt, aber dennoch behauptet für eine gute Sache und gegen organisiertes Verbrechen zu stehen? Olaf Reitz als Sprecher gefällt mir mit der Zeit richtig gut und ebenso die Inszenierung. Nachdem ich nach der allerersten Folge noch nicht wirklich überzeugt war, beginnt die Serie mir in ihrer Gesamtheit gut, und tendenziell auch immer besser, zu gefallen.

Insgesamt kommt die Folge 4 sehr rasant und actiongeladen daher, es wird viel geschossen und auch ansonsten geht es heiß her … ich fühle mich da irgendwie unwillkürlich an manche Leon Kramer Folgen erinnert. Wieder eine kurzweilige und unterhaltsame Produktion, Wunderwerke in Sachen Handlung und Dramaturgie darf man aber nicht erwarten. Wer bisher Gefallen an der Serie gefunden hat kann bedenkenlos weiterhören!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
21 Punkte = Hörspaß

Cover: © Folgenreich

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