Van Dusen: Lebende Bilder – toter Mann (10)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Die vorliegende zehnte Folge bereits im November letzten Jahres erschienen, jedoch ist seither noch keine neue Folge der nostalgischen Krimi-Reihe auf den Markt gekommen. Daher bin ich mit der Folge „Bewegte Bilder – Toter Mann“ immer noch auf dem aktuellen Stand und diesen Sommer soll es dann auch schon weitergehen. Hören wir nun also, welches Abenteuer die Denkmaschine auf ihrer Europareise dieses Mal erwartet.

Mittlerweile sind Prof. Dr. Dr. Dr. Van Dusen und sein Freund und Chronist, Hutchinson Hatch, in Frankreich angekommen. Auf ihrer Zugfahrt begegnen sie Miss Chitterley einer ehemaligen Studentin des Professors, die auf dem Weg ist eine neue Stellung in Frankreich anzutreten. Bei der Zollkontrolle geschieht dann das Unfassbare, im Schrankkoffer der jungen Dame wird eine Leiche gefunden, kein geringerer als der Pionier der Cinematographie, George Lumiès. Der Fall ist alles andere als klar, denn warum passt Miss Chitterleys Schlüssel nicht mehr in das Schloss ihres Koffers und wie soll die zierliche junge Dame es fertig gebracht haben diesen Mann zu erwürgen? Umstände, die Van Dusen veranlassen seine kriminologischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und Licht ins Dunkel dieses Falles zu bringen, der für den französischen Inspektor glasklar zu sein scheint. Außerdem taucht bald auch noch ein Informant auf, der dem Professor Informationen über den wirklichen Mörder anbietet aber nicht mehr dazu kommt sein Wissen preiszugeben. Und zu guter Letzt spielt auch noch Pornographie eine wichtige Rolle in diesem Fall. Kurz gesagt: Jede Menge Zündstoff für eine spannende Kriminalgeschichte!

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Der zehnte Van Dusen Fall reiht sich, was Qualität und Originalität angeht, in die Linie seiner Vorgängerfolgen ein. Auch wenn der Täter für mich persönlich relativ zeitig auf der Hand lag, tut das dem Unterhaltungswert der Episode wenig bis garkeinen Abbruch. Man schafft es wieder ein sehr stimmiges und authentisches Gesamtbild zu schaffen, vor allem was die Musik angeht. Und man muss sich immer vor Augen führen, dass man es hier, was den Ursprung angeht, mit einem Radio-Hörspiel der 70er Jahre zu tun hat. Unter diesem Gesichtspunkt muss man vor diesen Produktionen eigentlich schon den Hut ziehen. Auch die Sprecher sind wieder sehr gut besetzt, vorallem Klaus Miedel in der Rolle des französischen Inspektors gefiel mir sehr gut, daneben hört man unter anderem auch einen jungen Lutz Riedel in einer kleinen Nebenrolle. Der typische Michael Koser Humor kommt natürich auch wieder zum Tragen, denn Monsier lnspecteur trägt den klangvollen Namen Poubelle was nichts anderes als das französische Wort für Mülleimer ist. Als ehemaliger Französisch-Leistungskurs-Schüler musste ich bei der erstmaligen Nennung des Namens schon sehr schmunzeln. Der Bonuskommentar von Michael Koder und Rainer Clute ist auch wie immer ein nettes Extra.

Was soll ich noch groß sagen, wieder einmal ein kurzweiliger, unterhaltsamer und lustiger Van Dusen Fall, der qualitativ innerhalb der Reihe nicht abfällt. Die Handlung ist nicht übermäßig kompliziert oder verworren, aber ein solider Spannungsbogen in Verbindung mit der Nostalgie und Atmosphäre, die diese Serie ausmachen, reicht vollkommen aus, um die Krimi-Liebhaber unter den Hörspielfreunden zu unterhalten und zu amüsieren.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (3,5)
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover:
Emotion: (3,5)
 
25 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © high score music

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