MindNapping – Vier Köpfe (16)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Die 16te Episode der Serie MindNapping steht für mich heute auf dem Hörspiel-Programm. Wenn ich etwas mit dieser Serie verbinde, dann ist es die Abwechslung. Man kann im Vorfeld wirklich niemals abschätzen, was einen erwarten wird. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Serie ihrem Namen schon eine ganze Weile keine große Ehre gemacht hat. Das mag jetzt vielleicht negativer klingen als es ist, aber eine wirkliche Knallerpointe zum Ende einer Folge vermisse ich schon seit einigen Episoden. Hören wir also, ob die neue Folge einen wirklichen MindNap vollbringt.

Der Ort des Geschehens wird uns bereits durch das Cover des Hörspiels verraten, von dem uns die in den Mount Rushmore geschlagenen Antlitze vergangener amerikanischer Präsidenten entgegenblicken. Eben dort hat Alice, die sich ihren Unterhalt als private Krankenschwester verdingt, begleitet von ihrem Sohn Timothy, eine neue Stelle bei einer gebrechlichen alten Dame angetreten. Timothy agiert auch als Erzähler und wir bekommen die Ereignisse gemeinsam mit Officer Decker auf dem Revier erzählt. Dies weckt natürlich sofort das Interesse des Hörers, denn es muss etwas von ausreichender Tragweite geschehen sein … sonst wäre der Junge ja schließlich nicht auf einem Polizeirevier. War die alte Dame wirklich so krank wie es den Anschein hatte? Welche Rolle spielt ihr Neffe, der offensichtlich in Geldschwierigkeiten ist und dem das Erbe gut gelegen käme? Und zu guter Letzt wäre da auch noch der mürrische und schwer zu durchschauende Indianer John, der für die Hausmeisterarbeiten im Haus zuständig ist. Eine Menge Elemente die etwas zur Komplexizität des Szenarios beitragen, aber wie für MindNapping typisch, kommt es zum Ende dann doch mal wieder anders als so mancher vielleicht gedacht hat.

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, habe ich gemischte Gefühle, einerseits ist die Geschichte nicht schlecht, andererseits ist sie aber auch nicht komplex oder faszinierend genug, um mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte, die Timothy uns erzählt, ist schon eine ziemliche Räuberpistole, so dass mich die Pointe zum Schluss des Hörspiels dann auch nicht wirklich überrascht hat. Denn wenn man mit der Serie vertraut ist, dann erwartet man so etwas eigentlich zwangsläufig. Die Sprecher sind in Ordnung und ihre Leistung solide, auch wenn mich, trotz namhafter Besetzung, keiner wirklich von den Socken reißen konnte. Vom handwerklichen Aspekt ebenfalls wieder eine professionelle und gute Hörspielproduktion.

Wenn ich abschließend die neue Folge im Gesamtgefüge der Serie ansiedeln müsste, so würde ich sie etwas unter dem Durchschnitt der Reihe einordnen. Es gab zwar auch schon einige Folgen, die schlechter waren, aber auch eine Reihe wirklich fesselnder Episoden, die die vorliegende in den Schatten stellen. Ein ordentliches Hörspiel von dem man aber keine Wunder erwarten sollte ... da gab es schon deutlich stärkere MindNapper.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (3,5)
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover: (3,5)
Emotion:
 
20,5 Punkte = Rohdiamant

Cover: © Audionarchie

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