Meister der Angst: Der Doppelmord in der Rue Morgue
Written by Adriane Haussmann |
 
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Wir befinden uns im 19. Jahrhundert. Der Fortschritt hat die Menschen überlegen gemacht, dennoch gibt es Rätsel, die keine vernünftige Lösung zu haben scheinen. Wie kann es sein, dass ein Doppelmord hinter verschlossenen Türen geschieht?

C. Auguste Dupin, Ermittler in Frankreich und mit einem Ruf, der besagt er sei genial, wird als Unterstützung herbei gerufen. Und tatsächlich, der Mord gibt echte Rätsel auf. Zum einen erschreckt die Grausamkeit, die hier Anwendung gefunden hat und zum anderen die Frage wie der Mord möglich ist. Alle Türen und Fenster sind von innen verschlossen, doch die Opfer können in ihrem Zustand dies nicht bewerkstellig haben. Wie entkam der Mörder? Gibt es überhaupt einen Mörder?  C. Auguste Dupin macht sich auf die Spurensuche…

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„Der Doppelmord in der Rue Morgue“ zählt zu einem Meilenstein der Kriminalromangeschichte. Edgar Allan Poe verwendete dabei erstmals das Verbrechen im geschlossenen Raum und erschuf mit seinem Ermittler die Blaupause für A.C. Doyles Sherlock Holmes.

Kein Wunder griff die Hamburger Mediabühne zu diesem Stück Literatur, um es für die Reihe „Meister der Angst“ umzusetzen. Zuletzt setzten sie dafür "Jekyll & Hyde“ und „Jack the Ripper“ um, die für echte Gänsehautmomente bei den Zuhörern sorgten. Doch auch „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ hat Potential für echten Schauer. Abgesehen vom Zustand der beiden Leichen, jagt einem vor allem die letzte Passage ein Grauen durch Mark und Bein. Vor allem das eigene Kopfkino beschert einem bei der Geräuschkulisse und Detailbeschreibung Bilder, die man sich lieber nicht vorstellen mag.

Um dem Stil treu zu bleiben, alle Geschichten der Reihe miteinander zu verweben und vor allem die immer parallel erscheinenden Episoden miteinander zu verknüpfen, wurde Edgar Allan Poes rätselhafter Mord vom Jahr 1841 ins Jahr 1884 verlegt – inklusive der Rahmenhandlung und Schauplätze mit denen der Episode „Der Elefantenmensch“ kombiniert.

„Meister der Angst“ macht auch mit dieser Episode dem Namen alle Ehre und lässt durch die Sprecherwahl  mit der musikalischen Untermalung einen Strudel des Schauers entstehen, der den Zuhörer gut 80 Minuten in seinen Bann zieht.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion:

27 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Random House

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