Sherlock Holmes & Co (10) – Der Griff des Todes
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Heute gibt es mal wieder eine kleine Premiere für mich, erstmals erhalte ich ein Hörspiel aus der Reihe „Sherlock Holmes & Co“ zur Rezension. Da Kriminalhörspiele dieser Art selten aufeinander aufbauen, habe ich keine Bedenken, dass es etwas zur Sache tut, dass es sich dabei um Folge 10 handelt. Die Reihe wird uns von „Romantruhe Audio“ präsentiert und serviert den Hörerinnen und Hörern klassische Kriminalhörspiele mit Sherlock Holmes, Prof. Van Dusen oder Auguste Dupin. In der zehnten Folge hat die Denkmaschine wieder einmal ihren Auftritt, finden wir also heraus, ob auch dieses Mal wieder zwei und zwei vier ergeben.

Zunächst dauert es eine ganze Weile bis der bedeutendste Amateur-Kriminologe unserer Zeit auf den Plan tritt. Nachdem wir Zeuge der Ermordung von Fred Boyd werden, hören wir wie Hutchinson Hatch, der Starreporter vom Daily New Yorker, und Inspektor Wilson die Umstände des Todes zusammenfassen. Boyd ist erwürgt worden, allerdings war die Tür von innen verriegelt. Die Frage ist also: Wie konnte der Mörder die Wohnung verlassen? Der erste Verdacht fällt auf einen Freund des Opfers, außerdem wurde in der Wohnung ein nagelneuer Ehering aufgefunden. Was hat das alles zu bedeuten? Ein mysteriöses Problem und daher klarerweise ein Fall für Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen. Bevor sich der Meister der logischen Zusammenhänge allerdings bequemt den Tatort persönlich in Augenschein zu nehmen, muss Hatch einige Botengänge erledigen. Die Fragen, die Van Dusen dabei aufwirft, erscheinen ihm zwar rätselhafter als der Fall selbst, aber das ist er ja gewohnt. Schließlich geht die Denkmaschine ein tödliches Spiel ein und stellt den Mörder Boyds am Tatort.

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Ich könnte mir vorstellen, dass eingefleischte Michael Koser Fans, die die Van Dusen Radiohörspiele mögen, vielleicht einige Probleme mit dem Sprechercast haben könnten. Ich selbst finde auch, dass Michael Kessler, den ich zu meinem erweiterten Kreis von Sprecher-Favoriten zähle, nicht unbedingt die beste Besetzung für die Denkmaschine ist. Norbert Langer als Hutchinson Hatch gefällt mir da schon etwas besser. Wir haben es insgesamt aber auf jeden Fall mit einem sehr hochwertigen Cast zu tun. Auf der Hülle der CD heißt es weiterhin „mit filmreifen Effekten und extra für diese Serie komponiertem Soundtrack“. Nun ja, ich will schon hoffen, dass man sich die Mühe macht für eine Serie auch eigene Musik einzuspielen. Was allerdings die Geräusche anging empfand ich das Gesamtpaket teilweise nicht wirklich filmreif. Auch die Geschichte lässt es meiner Meinung nach etwas an Komplexität fehlen, ich hatte im Gegensatz zu Hutchinson Hatch relativ schnell auf dem Schirm wer oder besser was hier den Mord begangen hat. Es kommt womöglich nicht von ungefähr, dass Michael Koser für seine Radiohörspiele nur 6 der insgesamt 50 Van Dusen Kurzgeschichten aus der Feder von Jacques Futrelle verwendet hat. Die Story gibt leider nicht übermäßig viel her.

Alles in allem würde ich hier von einem guten wenn auch nicht auf irgendeine Weise besonders hervorragenden Kriminalhörspiel sprechen. Kurzweilig ist das Ganze, keine Frage, aber der Krimi-Freund wird hier keine großen Aha-Momente erleben.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: (3,5)
Cover:
Emotion: (3,5)
 
22,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © high score music

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