Schrei der Angst (8) – Der Tag, an dem man die Sonne stahl (Teil 1)
Written by Daniel Fröhlich |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Nach den „Tom Shark“ Hörspielen bekomme ich mal wieder eine Marctropolis Produktion und zwar die achte Folge der Reihe „Schrei der Angst“, auf den Schreibtisch. Dabei handelt es sich um eine inszenierte Lesung und dazu um Teil 1 eines Zweiteilers, ich bin gespannt.

Der ausführliche Klappentext gibt bereits eine recht ausführliche Inhaltsangabe. Wir begleiten den DNA Analysten Alexander Helwig und seinen Freund, Hauptkommisar Wendhaus, auf der Jagd nach einem Serienkiller. Wendhaus ist sein halbes Leben einem Gespenst nachgejagt und niemand wollte auf ihn hören. Als es wieder zu einem Mord nach gleichem Schema kommt, gelingt es ihm letztendlich seinen Freund von seiner Theorie zu überzeugen und die Suche beginnt von Neuem. Neben diesen Ermittlungen erhalten wir auch Einblick in die Psyche und die Perversionen des Mörders, der Frauen wie Drachen erlegt und siegfriedgleich in ihrem Blut badet. Die Frage ist, ob es den Ermittlern gelingt weitere Morde zu verhindern oder ob das Monster weiter morden kann?

Audible.de

So, was haben wir hier, eine Neuerfindung des Thriller-Genres? Meiner Meinung nach nicht. Man versucht den Hörbuchcharakter dieser inszenierten Lesung auf ein Minimum zu reduzieren indem man mit einer Vielzahl an Sprechern aufwartet, die den verschiedenen Charakteren zusätzliches Leben einhauchen. Neben einigen namhaften Sprechern wie beispielsweise Detlef Bierstedt und Dietmar Wunder hat man aber auch einige Stimmen im Cast, die mich nicht so ganz überzeugen konnten. Auch die Art des Erzählstils wusste mir nicht so richtig zu gefallen, die Tatsache dass Bierstedt hier sowohl einen Charakter in der Geschichte als auch einen allwissenden Erzähler verkörpert, passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Auch die Sprünge in Ort und Zeit empfand ich stellenweise als leicht verwirrend. Letztlich muss ich dann auch noch anmerken, dass Bierstedts Vortrag derart lahm und einschläfernd war, dass ich beim Hören im Zug wirklich einmal eingeschlafen bin. Ich weiß nicht ob das am Skript selbst liegt, aber einem guten Spannungsbogen ist dies in jedem Fall nicht zuträglich.

Man präsentiert uns hier zwar eine Serienkillergeschichte mit vielen Details was die Psyche und Entwicklung des Killers angeht, aber dennoch kam bei mir persönlich kein übermäßiges Interesse für die Geschichte an sich auf. Dies hängt mit den vielen Punkten zusammen, die ich zuvor angesprochen habe. Diese inszenierte Lesung mag vielleicht bei dem einen oder anderen Thrillerfan zünden, Vorfreude auf den zweiten Teil der Geschichte kam bei mir aber leider nicht auf. Alles in allem eine sehr durchschnittliche Produktion.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (2,5)
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:  
Emotion: 
 
15,5 Punkte = Durchschnitt

 Cover: © marctropolis

Jetzt bei audible downloaden

oder