Van Dusen: Stimmen aus dem Jenseits (12)
Written by Daniel Fröhlich |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Dass Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen ein Mann der Logik und des scharfen Verstandes ist, ist allseits bekannt. Da werden ihn, da bin ich mir sicher, kein Hokuspokus und auch keine „Stimmen aus dem Jenseits“ aus der Bahn werfen. Hören wir, was ihm die mysteriösen Stimmen der Geister zuflüstern.

Nach seinen letzten kriminalistischen Abenteuern weilen Prof. Van Dusen und Hutchinson Hatch im Kurort Bad Emsingen, um sich sowohl körperlich als auch geistig zu erholen. Als jedoch der Regent, seine Hoheit Fürst Amadeus Heinrich XII. von Schleuß-Reitz-Wittgenstein, zu dessen Fürstentum das idyllische Bad Emsingen zählt, verstirbt und sein Thronerbe spurlos verschwindet, steht für den wohl berühmtesten Amateurkriminologen fest, dass es Zeit ist den Verstand, der träge zu werden droht, wieder auf Touren zu bringen und das Rätsel aufzuklären. Denn als sei das Verschwinden nicht schlimm genug, wird der Anspruch auf den Thron verfallen, sollte der Kronprinz nicht innerhalb von zwei Tagen selbigen besteigen. Eine Schlüsselrolle scheint der ominösen Madame Cassandra zuzufallen, die in ihren spiritistischen Sitzungen Geisterstimmen von scheinbar unbespielten „Geisterschallplatten“ sprechen lässt. Nach einer ihrer Séancen verblieb der Thronerbe zu einer Sondersitzung und verschwand in der darauffolgenden Nacht. Unterstützt von Kriminaloberrat von Bliemchen beginnt Van Dusen mit seinen Ermittlungen und zählt wie schon so oft Zwei und Zwei zusammen.

Aktion 2 300x250

Nachdem das Hörspiel verklungen ist, kann ich sagen, dass „Stimmen aus dem Jenseits“ vielleicht nicht einer der besten Fälle ist, die ich bisher gehört habe, aber er versprüht wieder einmal einen ganz eigenen Charme. Der ganze Fall an sich wirkt auch nach der Auflösung sehr bizarr und man führt dem Hörer, wenn die Zahl der Rollen auch recht überschaubar ist, eine ganze Reihe skurriler Charaktere vor. Die Sprecher wussten mir alle zu gefallen, vor allem Jürgen Thormann, der als fürstlicher Hofpoet das ganze Hörspiel über in Reimen und Versen spricht. Auf Grund der kleinen Anzahl an Sprechern ist relativ zügig klar, wer hinter dem Verschwinden des Thronfolgers steckt. Die genaue Auflösung konnte ich dabei allerdings nicht vorhersehen. Auch das Ambiente im idyllischen Bad Emsingen ist sehr gut gelungen und man unterhält den Hörer mit flotten Märschen. Als Bonus gibt es wie immer ein paar Geschichten aus dem Nähkästchen zur Entstehung der Produktion.

Insgesamt hat mir „Stimmen aus dem Jenseits“ sehr gut gefallen, dieser skurrile Fall mit schrägen Charakteren versprüht auch heute immer noch genug Charme, um die Krimi-Fans vollends zu unterhalten und kommt dabei auch ohne große Toneffekte und mit wenigen Sprechern aus. Klare Hörempfehlung meinerseits.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:  (3,5)
Charaktere: 
tech. Umsetzung: (3,5)
Cover: (3,5)
Emotion: 
 
23 Punkte = Hörspaß

Cover: © highscore music

Jetzt bei thalia bestellen

oder