Sherlock Holmes & Co (14) – Der Mann in Orange
Written by Daniel Fröhlich |
 
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In der vierzehnten Ausgabe der Reihe „Sherlock Holmes & Co“ aus dem Hause Romantruhe Audio sind wieder einmal Auguste Dupin und Edgar Allan Poe im Einsatz. Dieses Mal bekommen sie es mit dem „Mann in Orange“ zu tun, der Paris in Angst und Schrecken versetzt. Was es mit diesem mysteriösen Gesellen auf sich hat und warum er sich in eine so extravagante Farbe hüllt, werden wir gleich erfahren.

Dupin und Poe kommen mehr oder weniger durch Zufall an den Fall rund um den Mann in Orange als sie Madame L’Espanaye, eine Gläubigerin bei der Dupin auf Grund seines Erbes Schulden hat, besuchen. Der ominöse Mann in Orange versetzt Paris in Angst und Schrecken und stellt insbesondere besagter Madame L’Espanaye und ihrer Tochter nach. Im weiteren Verlauf stellt sich zudem heraus, dass ein bekannter Tierdresseur, der allerdings schon eine Weile auf dem absteigenden Ast ist, eine Rolle in dieser Geschichte zu spielen scheint und zudem das Opfer des Orangenen wurde. Nun ist es an Dupin, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Zusammenhänge zu erkennen um Schlimmeres zu verhindern.

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Bei dem vorliegenden Hörspiel hat man sich von einer klassischen Dupin Geschichte inspirieren lassen. Wörtlich heißt es im Klappentext: „Nach Motiven von: Der Doppelmord in der Rue Morgue“. Zwar ist diese Story ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Detektivgeschichten gewesen, sie konnte mich aber noch niemals faszinieren oder mitreißen und ich habe schon einige Vertonungen gehört. Meiner Meinung nach kommt sie nicht annähernd an „Der entwendete Brief“, eine weitere Dupin Geschichte aus der Feder Poes, heran. In der vorliegenden Produktion hat man hier und dort etwas verändert und neue Elemente hinzugefügt, allerdings wird beim Hören nur zu deutlich klar, wie wenig die Story selbst hergibt. Wie an meiner kurzen Zusammenfassung zu erkennen ist, ist die Geschichte schnell erzählt und es passiert auch wirklich nur sehr wenig. Dies hat zur Folge, dass man die Spielzeit anders überbrücken muss. Man erfährt wie sich Poe und Dupin kennenlernten und verwendet viel Zeit auf Poes Gedanken und Gefühle. Teilweise hat das einen sehr zähen Fluss der Handlung zur Folge, zum Beispiel verwendet man geschlagene 5 Minuten auf eine Szene in der Dupin Poes Gedankenkette erläutert. Damit kann zwar der Detektiv glänzen, es trägt aber rein gar nichts zur Geschichte bei und konnte mir leider nur ein Gähnen entlocken. Zudem ist für den Hörer, der etwas im Krimi-Segment bewandert ist, von vornherein klar, wer der Mann in Orange ist und wie die Geschichte ausgehen wird. Die Sprecher sind zwar gut besetzt und so gerne ich auch Manfred Lehmann in der Rolle des Pariser Meisterdetektivs höre, am Ende bleibt es bei einem, meiner Meinung nach, allenfalls durchschnittlichen und recht langatmigen Kriminalhörspiel. Auch die Geräuschkulisse fand ich stellenweise sehr karg, „filmreife Effekte“, wie es auf der CD-Hülle heißt, waren jedenfalls kaum dabei.

Fazit: So gerne ich Dupin und im speziellen Manfred Lehmann in dieser Rolle mag, in diesem Fall kann der französische Detektiv nicht sonderlich glänzen und es bleibt auf Grund der oben erläuterten Punkte ein leicht unterdurchschnittlicher Gesamteindruck bei mir zurück.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere: 
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion:
 
18 Punkte = Rohdiamant

Cover: © high score music

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