Sherlock Holmes & Co (16) – Das Erbe der Familie de Chambois
Written by Daniel Fröhlich |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Heute steht wieder ein Fall mit Auguste Dupin in der Hauptrolle auf dem Programm. Nachdem die Reihe in den letzten Folgen, die mich über weite Strecken nicht überzeugen konnten, etwas schwächelte, erhoffe ich mir mit der sechzehnten Episode mal wieder eine durchweg gelungene Folge.

Der Pariser Meisterdetektiv Auguste Dupin und sein Biograph und Freund Edgar Allan Poe werden auf das Schloss des Chevalier de Chambois beordert. Auf seinem Sitz geht es scheinbar um; geisterhafte Stimmen verstorbener Familienmitglieder und andere scheinbar übersinnliche Vorkommnisse plagen den alten Adligen, der den alten Zeiten nachtrauert. Für den Ausnahmekriminologen steht eigentlich schon von vornherein fest, dass kein Geist hinter dem Spuk steckt. Die Frage ist natürlich wie immer: „Wer hat ein Motiv, den alten Mann in den Tod zu treiben?“ Das Duo beschränkt seine Ermittlungen vornehmlich auf den Wohnsitz des Chevaliers und sammelt die Hinweise zusammen, bis schließlich das Puzzle gelöst ist. Ich verrate, denke ich, nicht zu viel wenn ich anmerke, dass de Chambois nicht das einzige Opfer in dieser Geschichte ist.

 

Aktion 1 300x250

Wie schon so oft wartet die Reihe mal wieder mit einer etwas ruhigeren Folge auf. Dieses Mal präsentiert man eine Geistergeschichte, was im Genre nichts Neues ist. In der Reihe Sherlock Holmes & Co gab es bereits eine solche Story rund um Prof. Van Dusen und auch in anderen Krimireihen (z.B. Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs) wurde dieses Motiv bereits aufgegriffen. Das große Problem ist wohl, dass so gut wie alles schon einmal dagewesen ist und es somit immer schwieriger wird neue Geschichten zu ersinnen. In der vorliegenden Folge kombiniert man den Spuk mit Elementen, die von der Grundstimmung etwas an das „Musgrave Ritual“ von Conan Doyle erinnern. Neben dem Detektivgespann tauchen gerade einmal fünf Charaktere in dieser überschaubaren Szenerie auf, so dass der eine oder andere geübte Krimikonsument sicher schon vor dem Schluss auf die Lösung kommen wird. Als sehr langatmig empfand ich die Ausführungen des Chevaliers zu Beginn der Folge, hier wird nahezu die gesamte Familiengeschichte aufgearbeitet. Ich habe zwar nicht auf die Uhr gesehen, aber mindestens zehn Minuten wird die Szene gedauert haben. Was die Sprecher angeht, bin ich dieses Mal vor allem mit Dupin und Poe bzw. Lehmann und Teschner sehr zufrieden. Dieses Mal empfand ich die Dialoge deutlich gelungener und hier und dort wurde die Handlung durch lustige Kommentare oder Bemerkungen der beiden wirklich aufgelockert. In den letzten Folgen der Reihe (unabhängig von den Protagonisten) hatte ich dieses Gefühl nicht.

Auch wenn die Zahl der Sprecher überschaubar ist und der Fall vielleicht nicht durch raffinierte Wendungen glänzen kann, so hatte ich, verglichen mit den letzten Folgen der Reihe, mal wieder das Gefühl wirklich gut unterhalten worden zu sein. Dies liegt vor allem an den unterhaltsamen Dialogen Dupins und Poes. Für mich zeichnet sich immer deutlicher ab, dass diese beiden den anderen Gespannen der Serie (Holmes/Watson und Van Dusen/Hatch), was den Unterhaltungswert angeht, deutlich überlegen sind. Wenn es nach mir geht, darf es in Zukunft gerne mehr Dupin und deutlich weniger Holmes sein.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:  (4,5)
Handlung:
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung: (3,5)
Cover:  (3,5)
Emotion:(3,5)
 
22,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © high score music

Jetzt bei thalia bestellen

oder