Sherlock Holmes & Co (17) – Das Verlangen zu Töten
Written by Daniel Fröhlich |
 
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„Sherlock Holmes & Co“ steht mal wieder auf meinem Hörspielplan und dieses Mal wieder mit meinem Favoriten der Reihe, Auguste Dupin. Natürlich, wie immer, unterstützt durch seinen Gefährten Edgar Allan Poe. Dieses Mal hat die Gefahr ihren Ursprung im weit entfernten Amerika, aber hören wir selbst, warum Paris der Schauplatz dieses Verlangens nach Tod und Verderben ist.

Ein gewisser Monsieur Collins schlägt beim Pariser Meisterdetektiv auf und tritt mit einem schwerwiegenden Problem an ihn heran; er und seine Familie werden bedroht. Nachdem der Geschäftsmann Dupin und Poe eröffnet, dass er sein Vermögen auf alles andere als lupenreine Weise auf den kalifornischen Goldfeldern machte und selbst jede Menge Dreck am Stecken hat, stellt sich für den Detektiv die Frage: „Warum sollte ich jemandem wie ihnen helfen?“ Doch spätestens als kurz nach ihrem Gespräch Anschläge auf Dupin und Poe verübt werden, ist das Interesse des Detektivs und seines Kompagnons mehr als ausreichend geweckt, um der Sache nachzugehen. Die weibliche Angreiferen ist zudem offensichtlich nach Südstaaten Manier ausgebildet worden, so dass klar ist aus welcher Richtung der raue Wind weht. Wird es Dupin gelingen, Collins und seine Familie vor allem der unschuldigen Kinder wegen vor Schlimmerem zu bewahren?

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Allgemein kann ich sagen, dass der vorliegende Fall eine gute und passende Atmosphäre ausstrahlt, auch wenn das eigentliche Problem und dessen Lösung in meinen Ohren ein wenig an Tiefgang vermissen lässt, denn gegen Ende geht dann doch alles sehr schnell. Stattdessen verwendet man in dieser Folge mehr Zeit darauf, Poes Charakter zu entwickeln. Dieser wird immer noch von Alpträumen und offensichtlich auch von Erinnerungen an seine Vergangenheit geplagt. Dazu gibt es noch einen Vortrag aus Poes „Der Rabe“, der ebenfalls atmosphärisch gut gelungen ist. Die Sprecherleistungen sind gewohnt auf hohem Niveau und auch was die Musikstücke angeht meine ich zumindest an einer Stelle einmal ein neues Motiv vernommen zu haben, weiter so.

Alles in allem ein grundsolider Fall mit einem gewohnt guten Manfred Lehmann alias Auguste Dupin und seinem Begleiter Uve Teschner alias Edgar Allan Poe. Es gefällt mir, dass man mehr auf Poes Seelenleben und seinen Konflikt eingeht und ich hoffe dass man diese Richtung weiterverfolgen wird. Das tröstet mich darüber hinweg, dass mir der Fall ein wenig zu schnell und zu geradlinig gelöst wurde, an dieser Stelle gibt es noch ein wenig Luft nach oben.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:
Charaktere: 
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover: (3,5)
Emotion:
 
23,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © high score music