Sherlock Holmes & Co (18) – Die Geisterfrau
Written by Daniel Fröhlich |
 
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In der 18. Ausgabe der Reihe Sherlock Holmes & Co ist mal wieder die Denkmaschine im Einsatz und dieses Mal ist es wohl eine Frau, die das Interesse des wohl berühmtesten Amateurkriminologen Van Dusen weckt, wenn auch eine geisterhafte.

Wie sich schnell herausstellt, setzt sich die Folge aus zwei Teilen und ebenso aus zwei Fällen zusammen. Zum Aufwärmen setzt man Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen ein relativ alltäglich wirkendes Problem vor. Die Ehefrau eines gewissen Mr. van Safford verhält sich überaus merkwürdig; sie verlässt morgens das Haus und kehrt erst spät wieder nach Hause, wobei ihr Verbleib über den Tag vollkommen unklar bleibt. Geht es um eine Affaire, ein Verbrechen oder vielleicht etwas völlig anderes? Im zweiten Teil des Hörspiels wird van Dusen dann mit dem Problem um die Geisterfrau konfrontiert. Bei dem Geschäftsmann Chester Mills wurde eingebrochen, allerdings konnte der Einbrecher fliehen. Das Unglaubliche an der Geschichte ist jedoch die Tatsache, dass nichts gestohlen wurde und als sei das noch nicht genug … es befindet sich nach dem Bruch mehr Geld in der Kasse als vorher. Was ist geschehen, hat man es mit einem wohltätigen Verbrecher zu tun? Wohl kaum … Es dauert nicht lange bis es Van Dusen gelingt, den Täter Ruby Reagan ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen. Er erfährt von der Geistergestalt, die Ruby stellte und zwang das Geld zurück zu legen. In Wirklichkeit ging es jedoch gar nicht um das Geld, sondern wichtige Dokumente. Es bleibt die Frage nach der Identität der Geisterfrau und vor allem nach ihrem Motiv. Ein Problem nach dem Geschmack der Denkmaschine.

 

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So, hier präsentiert man uns Hörern zwei Kurzgeschichten. Ich muss sagen, dass die erste Geschichte wahrlich nicht das Zeug hatte, um die Denkmaschine zu fordern und selbst Hutchinson Hatch erklärt, dass die Auflösung wirklich „lächerlich“ war. Wahrlich, ich hatte mir von der Lösung nach dem etwas langsamen Start ein wenig mehr erhofft. Aber da bleibt uns ja noch die Geschichte rund um die Geisterfrau. Hier geht es ein wenig mehr zur Sache und man hat es mit einem wirklich kriminologischen Problem zu tun. Die zweite Geschichte wusste mir deutlich besser zu gefallen, wenn auch das Ende vielleicht ein wenig zu konstruiert wirkt, dennoch ordentlich Unterhaltung in der zweiten Hälfte des Hörspiels. Von Sprecherseite habe ich keine Klagen anzumelden, auch musikalisch und was die Geräuschkulisse angeht, bewegt man sich in den gewohnten Bahnen.

Insgesamt ein solides, wenn auch nicht bahnbrechendes Krimihörspiel, mit guten Sprechern, dessen erste Hälfte allerdings deutlich schwächer ausfällt als die zweite. Dennoch werden Fans der Reihe, so glaube ich, ausreichend auf ihre Kosten kommen, da die Geisterfrau dann doch noch ein paar Akzente setzen kann.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
22 Punkte = Hörspaß

Cover: © high score music