Sherlock Holmes Chronicles (28) – Der Orchideenzüchter
Written by Daniel Fröhlich |
 
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„Der Orchideenzüchter“ lautet der Titel der 28. Folge der Reihe „Sherlock Holmes Chronicles“. Das Ganze basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Klaus-Peter Walter. Die gruselig anmutenden Mönchsgestalten auf dem Cover deuten auf ein eher fantastisch-düsteres Abenteuer für unser alteingesessenes Detektivgespann hin. Warten wir ab, ob sich dies bestätigt.

Die Geschichte beginnt, wie schon so viele Sherlock Holmes Abenteuer zuvor. Die ehemalige Köchin des Wissenschaftlers und Orchideenzüchters Dr. Maltravers sucht den Londoner Meisterdetektiv auf, um von merkwürdigen Ereignissen zu berichten. Außer dem Butler werden alle Dienstboten nach einem Jahr ausgewechselt, das Betreten verschiedener Bereiche des Anwesens zieht die sofortige Kündigung nach sich und es muss für eine Person mehr gekocht werden als offiziell Personen im Haus weilen. Zu guter Letzt hat sich bei Bauarbeiten gezeigt, dass im Keller eine Art Verlies eingerichtet ist. Diese Schilderungen in Verbindung mit der Tatsache, dass vor einigen Jahren in der Gegen ein Fall von Vampirismus publik wurde, veranlassen Holmes dazu, sich dieses skurrilen Problems anzunehmen. In Verkleidung, dieses Mal als Geistliche, verschaffen sich Holmes und Watson Zutritt und stellen Maltravers letztlich im „Verlies“ zur Rede. Dort erwartet sie eine Auflösung, die kaum merkwürdiger sein könnte, so dass Holmes zurecht von seinem bizarrsten Fall spricht.

 

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Wie auch in „Der Vampir von Sussex“ bringt man auch hier das Thema Vampirismus mit ein, wenn auch nicht allzu zentral. Insgesamt ist der Plot nicht schlecht, für meinen Geschmack wirkte die Verkleidungsgeschichte, zusätzlich unterstützt durch einen Zirkusartisten, ein wenig zu gekünstelt. Das ist allerdings mein persönlicher Eindruck. Bei der letzten Auflösung des ganzen Problems wird so mancher Mediziner oder Naturwissenschaftler (zu letzteren zähle ich mich) die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und denken: Was ist das für ein Blödsinn? Man sollte einfach nicht zu viel darüber nachdenken, um sich die eigentlich gut erzählte Geschichte nicht zu verderben. Die Sprecher der Protagonisten tragen wieder einmal die Geschichte, die übrigen Rollen sind ebenfalls solide besetzt. Ansonsten die üblich gute Sherlock Chronicles Atmosphäre würde ich sagen (soweit ich das nach den 4 Folgen, die ich nun gehört habe, beurteilen kann).

Wie gesagt, die Geschichte ist an und für sich ziemlich gut. Die Auflösung zum Ende empfand ich allerdings eher lächerlich und weniger „bizarr“, wie Holmes es beschreibt. Solide und gute Kriminalunterhaltung, man sollte aber nicht zu sehr über das, was hier an Erklärungen aufgefahren wird, nachdenken.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung: (2,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover: (4,5)
Emotion:
 
22 Punkte = Hörspaß

Cover: © WinterZeit

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