MindNapping - Flutnacht (04)
 
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In "Flutnacht" von Simon X. Rost, der 4. Folge der Serie "MindNapping", geht es um Tim Felton und seine Erlebnisse auf Brooks Island, auf der er den Job des Vogelwächters angenommen hat. Schon auf der Hinfahrt muss Tim erfahren, dass der Job gefährlicher ist als er dachte. Der Seefahrer Graham Penn, gesprochen von Udo Schenk, offenbart ihm während der Überfahrt zur Insel die Geschichte des merkwürdigen Verschwindens von Tims Vorgänger. Nach der Ankunft auf der Insel findet der Hauptprotagonist ein Notizbuch seines Vorgängers Frank Laughton, welches ihm offenbart, dass dieser auf der Insel insgeheim nach einem Goldschatz gesucht hat. In diesen Aufzeichnungen schreibt Lauthon auch immer wieder von Schatten, welche ihn vergiften, ihm den Schatz streitig machen wollen und ihn laut den Notizen schließlich auch „geholt“ haben.

 

Zur zweiten Hälfte des Hörspiels trifft die Schiffsbrüchige Susann auf der Insel ein, womit ein langandauerndes Lügenspiel beginnt. Nach einiger Zeit erfahren wir dann jedoch, dass es sich bei der Schiffsbrüchigen in Wahrheit um die Ehefrau von Tims Vorgänger handelt, welchen sie zusammen mit ihrem Komplizen Graham Penn ermordet hat, um sein Vermögen an sich zu reißen. Da Tim durch seine Position auf der Insel hinter ihr schmutziges Geheimnis hätte kommen können, soll auch er nun sterben. Durch eine List kann der Vogelwächter seine beiden Widersachen jedoch gegeneinander ausspielen, was Graham das Leben kostet. Susann alias Jill Laughton findet sich hingegen 2 Tage später in Tim Feltons Gefangenschaft wieder, der gleich darauf verkündet sie wie einen Schatz zu hüten und nicht mehr gehen zu lassen.So entpuppt sich der Held des Hörspiels gegen Ende doch noch als ein Individuum, mit dem man keineswegs sympathisieren möchte.

 

Die 4 Sprecher Christian Stark, Udo Schenk, Marion von Stengel und Reent Reins haben ihren Job allesamt sehr souverän ausgeführt. Die Rolle des doch eher ungebildeten Seefahrers Graham Penn fand ich für Udo Schenk jedoch etwas unpassend, da er mit seiner Stimme meiner Meinung nach besser zu intellektuellen Bösewichten passt. Die Atmosphäre wirkt von Anfang bis Ende sehr bedrohlich, was dazu führt, dass der Hörer auch entsprechend gefesselt wird. Die Story wirkt auf mich jedoch etwas sehr verworren, was aber wohl auch in der Absicht der Produzenten lag. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auf die Aufzeichnungen von Frank Laughton zu einem späteren Zeitpunkt nochmal genauer eingegangen wird, was jedoch leider nicht der Fall war.

Für mich ein durchschnittliches Hörspiel, welches der Serie sicher keinen Abbruch tut, aber Luft nach oben übrig lässt. Ich persönlich freue mich schon auf die fünfte Folge der Serie.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

 

13 Sterne = gut gelungen

Cover: © Audionarchie

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