Markus Topf: Mord in Serie – Wolfsnacht (02)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nachdem das Paar die Jagdhütte von Daniels Onkel nahe der dänischen Grenze, in der sie vorerst untertauchen wollen, erreicht hat, machen sie eine unglaubliche Entdeckung. Im Kofferraum des gestohlenen Wagens liegt eine bewusstlose und gefesselte Frau. Aus den Nachrichten erfahren sie, dass es sich um die Frau eines wohlhabenden Bank-Chefs handelt. Der Kleinkriminelle Daniel wittert eine große Chance und entschließt sich die Rolle des eigentlichen Entführers einzunehmen und Lösegeld zu erpressen. Doch kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse, der Eigentümer des gestohlenen Autos und wirkliche Entführer taucht am Ort des Geschehens auf. Daniel, Aylin und ihre Gefangene schaffen es gerade noch so aus der Hütte zu entkommen und in den Wald zu fliehen. Es beginnt eine Jagd durch die Wildnis, bei der dem Paar der Tod im Nacken sitzt.

 

In der zweiten Episode der Serie setzt man abermals auf rasante Action. Allerdings wirkt die Handlung im Gegensatz zu ersten Folge deutlich konstruierter. Man packt das klassische „zur falschen Zeit am falschen Ort“-Motiv aus, aber diese Räuberpistole ist für meinen Geschmack dann doch etwas zu unwahrscheinlich. Zudem war die Pointe am Ende zu leicht vorherzusehen und mir persönlich schon relativ früh klar. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist die Art und Weise wie sich die Relationen des Paares und der Entführten untereinander im Laufe der Handlung ändern. Man zeigt auf schöne Weise auf, wie sich zwischenmenschliche Beziehungen trotz aller Beteuerungen in Extremsituationen ändern können. Was Geräusche und musikalische Untermalung angeht, kann man das Niveau der ersten Episode halten. Die Sprecher sind ebenfalls wieder sehr gut besetzt, sogar in den ganz kleinen Nebenrollen bietet man Leute wie Oliver Rohrbeck und Bernd Vollbrecht auf. Zum Abschluss bietet man dem Hörer wieder einen Bonus-Song.

Alles in allem kann man die Qualität der ersten Episode beibehalten. Auf Grund der Tatsache, dass mir die Handlung etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen und das Ende recht absehbar war, mache ich ein paar Abstriche. Diese kleinen Negativpunkte tun der Kurzweiligkeit dieses Thrillers allerdings keinen Abbruch. Das Ganze bewegt sich immer noch im oberen Bereich der Skala und ist in jedem Fall eine hervorragende Produktion. Ich kann nur sagen: Immer weiter so!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

17 Sterne= hervorragend

Cover: © Contendo Media

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