Markus Topf: Mord in Serie – Die schwarzen Witwen (03)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nach der Banküberfallszene, deren Sinn und Zweck erst einmal verborgen bleibt, machen wir den Zeitsprung nach Sylt 15 Jahre danach. Hier wird erst einmal ausführlich eingeführt, es folgen einige Szenen voller Dialoge in denen die vergangenen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Banküberfall und dem neu im Ort aufgetauchten Mann, der sich sogleich als der damalige Räuber entpuppt, aufgearbeitet werden. Doch dieser hat seine Strafe abgesessen und will einfach nur sein Leben leben. Das passt den Damen allerdings gar nicht, zumal er es sich wahrscheinlich mit dem Geld aus dem Überfall gutgehen lässt. Nachdem der Polizei die Hände gebunden sind müssen die drei Freundinnen das Gesetzt selbst in die Hand nehmen um die ihren Vorstellungen entsprechende Gerechtigkeit zu realisieren. Doch haben wirklich alle drei die gleichen Motive?

 

Im direkten Vergleich zu den ersten beiden Folgen kommen die schwarzen Witwen deutlich langsamer aus den Startblöcken. Allerdings ist das nicht unbedingt negativ für die Handlung. In der Art und Weise wie es sich im späteren Verlauf entwickelt greift man dann etwas die Idee aus der zweiten Folge auf und zeigt wie sich die Beziehungen der Hauptcharaktere untereinander plötzlich ändern können.

Das Ende ist dann zwar überraschend, aber nicht unbedingt vollends befriedigend. Zu den Sprechern kann ich sagen, dass ich mich im Vorfeld auf Ursela Monn sehr gefreut hatte. Eine renommierte deutsche Schauspielerin, die man eigentlich nie in Hörspielen hört, dachte ich mir, und war sehr gespannt. Bei diesen Erwartungen war ich dann umso enttäuschter. Ursela Monn überzeugt mich in dieser Produktion nicht, stellenweise wirkt sie regelrecht gefühlskalt und Emotionen, die in mancher Szene zu erwarten wären, kommen nicht wirklich rüber. Katja Brügger und Martin May, den meisten wahrscheinlich als Suko aus den Sinclair Hörspielen bekannt, spielen sie regelrecht an die Wand. Von der Geräuschkulisse her gibt es wiederum nichts auszusetzen, vom Schrei der Möwen bis hin zum Rauschen des Meeres wirkt alles sehr authentisch. Vergleiche ich die ersten drei Episoden der Serie macht diese Folge auf mich persönlich den schwächsten Eindruck. Dabei spielt vor allem meine Enttäuschung über Monns Leistung eine große Rolle. Alles in allem bewegt sich die Serie aber nachwievor auf hohem Niveau und ist insgesamt kurzweilig.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

16 Sterne= hervorragend

Cover: © Contendo Media

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