Van Dusen: Wettbewerb der Detektive (08)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Seine Majestät, der König von Großbritannien persönlich, betraut die beiden Ausnahmeermittler mit einem kuriosen Problem. Der Innenminister ist verschwunden und zwar aus einem hermetisch verschlossenen Raum. Zudem werden kuriose Gegenstände am Tatort gefunden. Ein scheinbar unlösbares Problem. Die beiden Detektive bekommen drei Tage Zeit, um das Rätsel zu lösen und machen sich sogleich an die Arbeit. Doch die Denkmaschine geht das Problem wieder einmal auf eine zunächst kurios erscheinende Art und Weise an. Nach einem Besuch im Militärmuseum lässt der Professor zunächst einmal einen geraumen Teil der Frist verstreichen und erfindet dann kurzerhand den Lügendetektor. Dann geht es auch schon an die Auflösung des Falles. Vor dem König offenbaren die beiden Kontrahenten ihre Lösungsvorschläge und schließlich ist es natürlich Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus Van Dusen, der den Fall lösen kann … denn Zwei und Zwei ergibt immer Vier.

 

Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass die vorliegende Folge den bisherigen Tiefstpunkt der Reihe darstellt. Im Gegensatz zu den bisherigen Fällen ist das vorliegende Problem nicht übermäßig interessant. Die Geschichte lebt vor allem von den Wortgefechten zwischen Van Dusen und Shemlock Homes. Die Tatsache, dass der Professor hier wirklich in jeder einzelnen Situation die Oberhand behält, stößt bei mir eher sauer auf. Die Art und Weise, wie ein Sherlock Holmes (ich nenne ihn nun einfach so, auch wenn die Namen im Hörspiel abgeändert wurden) hier demontiert und abgebügelt wird, geht von meiner Seite keineswegs in Ordnung! Ich kann es nachvollziehen, wenn man den Protagonisten der Serie dadurch aufbaut, dass er das Duell der Detektive letztlich für sich entscheidet, aber dass man Sherlock hier als einen richtigen Idioten hinstellt, der in allen Punkten Unrecht hat, immer unterlegen ist und zum Ende der Geschichte eine völlig bescheuerte Lösung des Falles vorträgt, geht mir zu weit.

Im Abspann meint der Schöpfer der Geschichte, dass er einige „Sherlockisten“ wahrscheinlich vor den Kopf gestoßen hat und das ist, was mich angeht, absolut der Fall. Ich bin ein großer Fan der Fälle aus der Feder von Arthur Conan Doyle, die größtenteils einfach spitze sind, und auch der Sherlock Holmes Interpretationen von Peter Pasetti oder Christian Rode. Daher gefällt mir diese Vorführung des Londoner Detektivs nicht im Geringsten. Es kommt hinzu, dass die Lösung des Falls mich auch nicht befriedigt, einen so albernen König kann es meiner Meinung nach gar nicht gegeben haben und ich finde das Ganze eher lächerlich. Ich werde diesbezüglich aber nicht ins Detail gehen, um das Ende nicht zu verraten.

Sprecher sind gewohnt gut, aber in allen anderen Punkten eine überaus schwache Folge. Ich hoffe inständig, dass wir in den nächsten Fällen der Denkmaschine wieder ernstzunehmende kriminologische Probleme präsentiert bekommen und nicht nochmal eine solche Farce.

 

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre:

 

10 Sterne = akzeptabel

 

Cover: © Folgenreich

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