Markus Topf: Mord in Serie - Todgeweiht. Die Lazarus-Verschwörung (05)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nachdem der aufstrebende Internist Dr. Kaiser ermordet worden ist, macht sich die mit ihm befreundete renommierte Journalistin Nina Lorenz daran, den Hintergründen dieses Verbrechens auf die Spur zu kommen. Kurz darauf versucht man ihre Tochter, bei deren Operation Dr. Kaiser ebenfalls beteiligt war, zu entführen. Es scheint einen Zusammenhang zu geben, auch wenn zunächst unklar bleibt, worin dieser liegt. Denn was hat Lorenz' Tochter mit den noch geheimen Forschungsergebnissen bezüglich eines potentiellen Heilmittels gegen AIDS, dem der Mediziner auf der Spur war, zu tun? Natürlich wird Familie Lorenz sofort unter Polizeischutz gestellt. Diese stellt sich allerdings nicht sonderlich geschickt an und die Tochter wird doch entführt. Nun muss die Journalistin selbst das Heft in die Hand nehmen, um ihre Tochter aus den Klauen der Verbrecher zu befreien und die Verschwörung aufzudecken.

 

Für den einen oder anderen mag dieser Plot vielleicht spannend klingen, ich für meinen Teil muss allerdings gestehen, dass sich mir bei dieser Geschichte regelrecht die Haare gesträubt haben. So eine unglaubwürdige und an den Haaren herbeigezogene Story habe ich wahrlich selten gehört. Man ist zwar sichtlich bemüht, Spannung zu erzeugen und den Hörer an die Geschichte zu fesseln, dies gelingt allerdings nicht wirklich … zumindest was mich angeht.

Es sind viele Dinge, die sich dabei aufaddieren, beispielsweise ist das Handeln der Charaktere teilweise einfach unlogisch und vollkommen unglaubwürdig. Die ganze Geschichte scheint einfach zu hinken und wirkte auf mich stellenweise regelrecht lächerlich. Um einige Beispiele anführen: Der russische Killer kann seelenruhig in das Polizeirevier spazieren, einem Polizisten die Kehle durchschneiden und die Zielperson entführen und das ohne, dass jemand etwas mitbekommt. Nebenbei bemerkt fand ich den russischen Akzent, den der Sprecher seinem Charakter verleiht, eher nervig und überzogen als glaubwürdig. Das trägt dann auch nicht zu einer guten Atmosphäre bei. Dann lässt man einen Hubschrauber in das Brandenburger Tor krachen und explodieren und und und … ich könnte noch eine ganze Menge Punkte anfügen. Beim letzten Drittel des Hörspiels saß ich vor dem CD-Spieler und habe nur noch unentwegt den Kopf geschüttelt. Ich konnte einfach nicht glauben, was ich da hörte und dachte mir dabei „Das kann doch nicht deren Ernst sein?“. Die Sprecher sind zwar wieder gut aufgestellt, können die schwache Geschichte aber trotzdem nicht retten.

 

Hatte ich bei den letzten Folgen allenfalls geringfügige Kritikpunkte anzumerken, so muss ich bei dieser Episode leider sagen, dass man den Bogen deutlich überspannt hat. Es gibt ja viele Hörspiele, bei denen man sich anschließend denkt „Das war aber eine ganz schöne Räuberpistole“, die aber dennoch zu unterhalten wissen. Hier ist die Geschichte aber dermaßen unglaubwürdig und geradezu lächerlich geraten, dass man es nicht mehr schafft, den Stoff zu verkaufen. Ich persönlich habe ganz und gar keinen Spaß daran, ein Hörspiel zu verreißen und ich werde mich auch nach dieser alles andere als gelungenen Folge weiterhin als Fan der Serie bezeichnen. Daher hoffe ich inständig, dass man es mit den nächsten Folgen wieder schafft, einen spannenden und nicht ganz so unglaubwürdigen Thriller zu präsentieren. Diese Folge konnte jedenfalls nicht im Geringsten überzeugen und steht meines Erachtens in keiner Relation zu den ersten Folgen der Serie.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

10 Sterne = akzeptabel

Cover: © Contendo Media

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