Markus Topf: Mord in Serie – Das Netzwerk (07)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Hauptkommissar Krüger und seine neue Kollegin, die Polizeipsychologin Diana Braun, haben eine Serie von Morden aufzuklären. Mehrere Minderjährige werden auf die gleiche grausame Art und Weise umgebracht. Die Ermordeten haben einige Gemeinsamkeiten. Dies lässt vermuten, dass der Täter eine ganz bestimmte Art von Opfern im Visier hat. Alle sind männlichen Geschlechts und, was ihre kriminelle Energie angeht, keine unbeschriebenen Blätter. Die Spur führt schließlich zu einer Internet-Präsenz bei der alle ermordeten als User angemeldet waren. Dort luden sie ihre Straftaten in Form von Bildern und Videos hoch, um sie miteinander zu teilen und zu bewerten, eine äußerst fragwürdige und geradezu perverse Freizeitbeschäftigung. Es liegt nahe, den Täter unter den auf dieser Internetseite Bloßgestellten oder deren Angehörigen zu suchen und bald steht auch der Hauptverdächtige fest.

 

In der vorliegenden Folge greift man, was die grundlegende Verfahrensweise beim Plot angeht, wieder das Schema aus der allerersten Folge auf. Der Täter steht für den Hörer relativ zügig fest und im weiteren Verlauf geht es eigentlich nur darum die Zusammenhänge aufzuklären. Mit der Selbstjustiz greift man ein wichtiges und zugleich schwieriges Thema auf. Man wandert entlang des Grates zwischen richtig und falsch. Einerseits kann Selbstjustiz nie eine Lösung sein, andererseits stellt man „Lücken“, wenn man sie denn so nennen kann, im Rechtssystem vor und regt den Hörer zum Nachdenken an. Was würde man selbst an Stelle des Täters tun? Dass dabei vor allem das Internet mit in den Vordergrund gestellt wird, finde ich persönlich dabei eher nebensächlich, obwohl natürlich auch die mangelnde Kontrolle fragwürdiger Nutzungsmöglichkeiten des Netzes ein wichtiges Thema ist. Was das letztendliche Ende der Geschichte angeht, war ich von der letzten Pointe, die geradezu etwas verstörend war, sehr überrascht. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Gerechtigkeit war es nicht, die hier gesiegt hat …

Meiner Meinung nach wieder einmal ein spannender Thriller aus dem Hause Contendo Media, der auf ganzer Linie zu unterhalten weiß. Auch der Cast ist gewohnt gut besetzt, dabei wussten Bernd Vollbrecht und Lutz Mackensy mir besonders zu gefallen. Auch Musik und Toneffekte tragen zu einer guten Thriller-Atmosphäre bei. Alles in allem durchaus gelungen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

16 Sterne= hervorragend

Cover: © Contendo Media

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