Humanemy 01: Das Chamäleon
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Wir steigen zu Beginn des Hörspiels direkt in der Handlung ein, der Agent Lennart, auch genannt „Das Chamäleon“, befindet sich mitten in einem Einsatz. Doch als die Situation brenzlig wird, kappt sein Operator die Verbindung und teilt ihm mit, dass er auf sich alleine gestellt sei. Es kommt wie es kommen muss, die Situation eskaliert und ehe es sich Lennert versieht, steckt er im schlimmsten Schlamassel und das völlig alleine auf weiter Flur. Das Chamäleon ist auf der Flucht und im späteren Verlauf geht es abermals hoch her. Schließlich bietet sich für Lennart die Möglichkeit wieder auf die Beine zu kommen. Gemeinsam mit einem Team soll er einen Datenklau in der Oberstaatsanwaltschaft durchführen. Es winkt ein Batzen Geld, der es ihm ermöglichen könnte Antworten auf seine offenen Fragen zu finden … doch dieser will erst einmal verdient sein. Damit endet der erste Teil dieses Vierteilers, für meinen Geschmack allerdings etwas abrupt.

 

Mit dem vorliegenden Hörspiel präsentiert man uns einen rasanten Thriller rund um den Agenten Lennart. Auch die Art der Erzählung (Lennart tut dem Hörer seine Gedanken allzeit kund) gefällt mir persönlich ganz gut. Die Geschichte lässt allerdings noch einige Fragen offen, so dass ich in mancherlei Hinsicht etwas unbefriedigt vor dem Lautsprecher zurückblieb. Aber wer weiß, vielleicht wird ja bereits die zweite Folge einige Antworten liefern und die ganze Szenerie etwas beleuchten. Was Musik und Ton angeht, spielt man bei Lindenblatt Records in einer hohen Liga, im Großen und Ganzen mutet das Hörspiel in dieser Beziehung jedenfalls sehr professionell an und schafft dadurch eine ansprechende Stimmung. Als ich vor dem Hören einen Blick in die Sprecherliste warf, war ich doch erst etwas skeptisch. Neben sehr wenigen bekannten sprechern, wie z.B. Claudia Urbschat-Mingues, wartet man mit einer sehr unbekannten Sprecherrige auf. Auch die Macher des Hörspiels bekleiden Rollen und wussten mich im positiven Sinne zu überraschen. Thomas Lindner in der Rolle des Protagonisten weiß zu überzeugen und liefert eine solide Vorstellung ab und auch sein Bruder Stefan gefiel mir gut. Die übrigen Sprecher decken, was ihre Leistung angeht, die gesamte Palette zwischen gut und solala ab, wobei die Angehörigen der letztgenannten Gruppe glücklicherweise nur in sehr kleinen Nebenrollen zu hören sind. Das Cast insgesamt wirkt auf mich ein klein wenig unausgewogen, wenn auch nicht in einem Masse wie es beispielsweise bei den ersten Produktionen aus der Gruselreihe bei Dreamland der Fall war.

Alles in allem hat man mit dem ersten Teil einen passablen Start hingelgt, ich vermute allerdings, dass einige Hörer am Ende dieser Episode vielleicht etwas unbefriedigt sein werden. Zudem bewegt man sich preislich für eine Einzel-CD auch in einem recht gehobenen Bereich, was vielleicht den einen oder anderen abschrecken wird. Wer jedoch auch mit einer Download-Version zufrieden ist, kann dadurch nochmal fünf Euro sparen. Ich für meinen Teil bin auf die folgenden Teile gespannt und begrüße es auch, dass man mit vier Teilen die Story abschließen wird und man keine Endlosreihe ohne absehbares Ende anstrebt.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

15 Sterne = gut gelungen

Cover: © Lindenblatt Records