Detektei Sonderberg & Co.: Der Spiegel von Burg Vischering (06)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Zu Beginn der Geschichte erleben wir gemeinsam mit einer Mutter und ihren Kindern den Fund der Leiche, die in der Stever treibt. Doch ungewöhnliche Umstände umgeben diesen Mord. Ein geschichtsträchtiger Halskragen, der dem Toten angelegt wurde, scheint in eine bestimmte Richtung zu deuten ... eine alte Blutfehde? Und auch die Obduktion bringt interessante Beweise ans Tageslicht. Die benachbarten Burgen scheinen beide mit dem Mord zusammenzuhängen. Und nicht nur der Mord beschäftigt Sonderberg, denn seien wir ehrlich ... ebenso wenig wie ein Sherlock Holmes kann ein Doktor Sonderberg einfach in den Urlaub fahren und die Beine hochlegen. Warum hat sein Doktorvater ihn wirklich nach Lüdinghausen bestellt? Und als sei das alles noch nicht genug, treibt auch noch ein ominöser Sittenstrolch des Nachts sein Unwesen im Ort.

 

Ich muss sagen, dass nach den beiden vergangenen Folgen, die etwas munterer daher kamen, der vorliegende Sonderberg wieder etwas sehr gemächlich wirkt. Der Detektiv braucht hier wieder sehr lange, um in Fahrt zu kommen und auf diese Weise zieht sich gerade die erste CD doch wieder etwas in die Länge. Zum Ende von CD 1 lockert man das Geschehen mit der kurzen Verfolgungsjagd etwas auf, aber man muss dennoch sagen, dass erst die zweite Scheibe etwas mehr Tempo in die Geschichte bringt. Die Auflösung, mit der man am Ende aufwartet, ist in sich schlüssig und überraschend auch wenn das Ganze zuweilen etwas sehr konstruiert anmutet. Das Finale ist dann wieder einmal überaus dramatisch, vielleicht das bis dato actiongeladenste Ende dieser Serie.

Positiv finde ich, dass man dieses Mal Düsseldorf verlässt und dem Hörer einen anderen Schauplatz bietet. Dass man dadurch Inspektor van den Beeck und Sonderbergs Neffe dieses Mal eine Auszeit gewährt, finde ich auch eher erfrischend als traurig. Die Sprecher sind gewohnt gut aufgestellt und man hat wieder ein paar neue Stimmen an Bord. Die Atmosphäre ist ruhig, aber überzeugend und schafft ein rundes Gesamtbild. Allerdings muss ich abermals anmerken, dass die musikalische Untermalung der Serie mir mit der Zeit ein wenig zu monoton wird und ich mir wirklich wünsche, dass man dort etwas mehr Variation schafft. Sonderbergs Notizen, die sich wie immer an den eigentlichen Fall anknüpfen, konnten mich dieses Mal nicht überzeugen und wirkten auf mich eher überflüssig als unterhaltsam.

 

Insgesamt muss ich sagen, dass der vorliegende Fall wieder etwas langatmig geraten ist und dem Hörer gerade im ersten Drittel etwas an Durchhaltevermögen abverlangt. Anschließend wird es dann deutlich kurzweiliger und es gelingt besser das Interesse des Hörers zu wecken. Die Geschichte konnte mich insgesamt nicht vollends überzeugen, daher würde ich den sechsten Fall innerhalb der Serie eher als durchschnittlich einstufen. Da sich Sprecher und Ton wieder einmal auf hohem Niveau bewegen, werden die Fans der Serie meiner Meinung nach aber trotzdem wieder zufrieden sein und auf ihre Kosten kommen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

14 Sterne= gut gelungen

Cover: © Zaubermond

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