Detektei Sonderberg & Co.: Und der faustische Pakt (07)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Sonderberg und seine Assistentin Minnie sind gerade im Theater, um sich den Faust, bei dem auch Gregor eine Rolle übernimmt, anzusehen, als ein Unglück geschieht. Der Faust-Darsteller bricht auf der Bühne tot zusammen, was Gregor nur mit einemDa steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“ kommentieren kann ... natürlich wieder einmal ein Problem für den Düsseldorfer Meisterdetektiv! Und so beginnt Sonderberg auf gewohnte Manier mit seinen Ermittlungen, die hier und dort durch die gewohnt närrischen Einlagen Gregors und des Inspektors (diesmal müht er sich wieder einmal mit einer neuen, technischen Errungenschaft, einem sogenannten Telefonapparat, ab) aufgelockert werden. Der Regisseur des Stücks scheint mehr um seine Aufführung besorgt zu sein als um den Tod seines Hauptdarstellers und auch das Erscheinen eines etwas verwirrt wirkenden älteren Herrn in der Detektei bringt den Kriminologen zunächst nicht weiter. Aber wie es in bisher jeder Folge der Fall war, wird das Puzzle Teil für Teil ergänzt und führt zu einer überraschenden Lösung. Ich verrate, denke ich, nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir es hier nicht mit einem gewöhnlichen Mord zu tun haben. Zum Abschluss gibt es dann wieder einen Schwenk aus Sonderbergs Notizen, wobei Gregor nach einem Traum, der es in sich hat, klar wird, dass die Schauspielerei wohl doch nichts für ihn ist.

 

Mehr ist zur Handlung eigentlich auch nicht zu sagen und damit wären wir bei einem entscheidenden Punkt, der diese Serie ausmacht und auf den ich heute nochmals näher eingehen will. Die Art und Weise wie Sonderberg Fälle ablaufen ist immer sehr ähnlich, das ist wohl auch das, was die Fans der Serie lieben. Auf der anderen Seite ist es vielleicht aber auch das, was Kritiker der Serie als langatmig und zum Teil sogar als langweilig bezeichnen. Doktor Sonderberg zeichnet sich stets durch ein gemächliches Ermittlungstempo aus, dem man als Hörer ohne Probleme folgen kann … was allerdings zuweilen auch zu mangelndem Erzähltempo führt. Die Art und Weise wie das Hörspiel produziert ist, ist aber stets, und so auch dieses Mal, auf einem hohen Niveau. Die Sprecher sind wie immer gut und auch die Atmosphäre gibt wieder einmal wunderbar das Ambiente Düsseldorfs im neunzehnten Jahrhundert wieder. Die Musik fügt sich ebenso harmonisch ins Bild, neben den Musikpassagen, die in der Serie immer wieder auftauchen, hat man dieses Mal auch ein paar neue Stücke mit einfließen lassen (zumindest kam es mir persönlich so vor).

Man kann abschließend sagen, es bleibt alles beim alten. Die Detektei Sonderberg besetzt nachwievor eine Niesche in der Krimi-Hörspielwelt und setzt dadurch eigene Akzente, die ihres gleichen suchen. Die Fans der Serie können auch beim „faustischen Pakt“ guten Gewissens zugreifen und werden sicher ihren Spaß haben. Darüberhinaus kommen auch die Literaturbewanderten auf ihre Kosten, da einige Faust-Zitate fallen. Die Sonderberg-Produktionen waren und sind immernoch gute Krimi-Unterhaltung, allerdings lässt man es auch nachwievor sehr ruhig angehen. Die vorliegende Folge wurde im Dezember vergangenen Jahres veröffentlich, allerdings wurde bisher noch keine neue Folge angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass die Fans der Serie treu bleiben und uns noch einige weitere Folgen vergönnt seien.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story:

Aufbau:

Atmosphäre: 

16 Sterne = hervorragend

Cover: © Zaubermond

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