Daphne du Maurier: Wenn die Gondeln Trauer tragen
Written by Adriane Haussmann |
 
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Noch immer quälen Laura Alpträume. Immer wieder sieht sie ihre kleine Tochter im roten Mantel wie sie ertrank. Um Abstand zu gewinnen, fahren die beiden einige Tage nach Venedig. Doch dort treibt derzeit ein Mörder sein Unwesen. Immer wieder werden Touristen mit aufgeschlitzter Kehle gefunden. Als ob das nicht schon beunruhigend genug wäre, lernen die beiden zwei seltsame Schwestern kennen. Diese behaupten ein Medium zu sein und Kontakt zu der verstorbenen Tochter zu haben. Laura möchte mehr erfahren und sucht immer wieder verzweifelt den Kontakt zu den Schwestern. John sind diese jedoch nur unheimlich. Als ein beunruhigender Anruf Laura zur Abreise drängt, nimmt die wahre Tragödie erst ihren Lauf.

 

„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ gehört zu den Werken von Daphne du Maurier, die bereits die Vorlage für das Musical „Rebecca“ und Hitchcocks „Die Vögel“ schrieb. Du Mauriers Werke haben meist einen tieferen Hintergrund und zeichnen sich vor allem durch ihre Spannungsbögen aus.

So wundert es nicht, dass auch „Wenn die Gondeln Trauern tragen“ in den 70er Jahren mit Topbesetzung verfilmt wurde. Dass der Stoff auf für eine Hörspielinszenierung geeignet ist, beweist die Produktion des Rundfunk Berlin-Brandenburg aus dem Jahr 2007, die nun im Audio Verlag erneut veröffentlicht wurde.

 

Binnen der 51 Minuten hat der Zuhörer einige Gänsehautmomente. Vom Unfalltod der Kleinen erfahren wir nur durch Flashbacks, die die Hilferufe des Mädchens beinhalten und einem die Haare zu Berge stehen lassen. Hat man sich davon erholt und macht sich auf schöne Urlaubstage bereit, schockiert einen der Krimiklassiker mit dem Mörder in den Gassen von Venedig. Auch das blinde Medium mit seinen Visionen jagt einem einen Schauer über den Rücken. Durch das Übersinnliche verliert auch der Zuhörer den Überblick, was für Verwirrung sorgt.

Das Hörspiel ist kurzweilig und eine Katastrophe jagt die nächste, dennoch wartet das große Highlight am Ende auf den Hörer. Ein Ende mit absolutem Schockcharakter – garantiert!

 

Eine gute Romanvorlage, die hervorragend als Hörspiel umgesetzt wurde. Schaurige Atmosphäre und passende Stimmen, wie zum Beispiel von Sascha Icks, die den Charakteren Leben einhauchen. Ein Krimiklassiker, der nicht umsonst zu den wirklichen Klassikern gehört.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story: 

Aufbau:

Atmosphäre:

19 Sterne= Hörmuss

 

Cover: © DAV

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