Humanemy 02: Der Fahrer
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Der Fahrer Maurice steht, wie bereits gesagt, im Vordergrund und gleich zum Einstieg bekommen wir durch einen Rückblick in seine Vergangenheit erste Hintergrundinformationen. Diese lassen schon vermuten, dass Maurice wohl nicht nur des Geldes wegen bei diesem Coup eingestiegen ist, sondern auch eigene Interessen verfolgt und diese Vermutung wird im weiteren Verlauf zunehmend untermauert. Und auch seine fahrerischen Künste darf Maurice in dieser Episode noch unter Beweis stellen. Unsere vier Ganoven haben schließlich wichtige Daten aus der Staatsanwaltschaft zu klauen und ehe es sich das Chamäleon versieht, kommt es zu einer packenden Verfolgungsjagd mit der Polizei, der er und Maurice nur um Haaresbreite entkommen. Dies wirft zudem wieder die Frage auf, warum Lennart beim Bundesverfassungsschutz fallengelassen wurde und warum man wie der Teufel hinter ihm her ist. Schließlich gelingt es unseren Protagonisten, die geforderten Daten in ihren Besitz zu bringen und es offenbart sich von welcher Brisanz diese sind. Dies ist auch der Punkt an dem Maurice seine Maske fallen lässt und allen Beteiligten klar wird, dass er ganz persönliche Beweggründe hat.

 

Mit der neuen Folge bestätigt man nicht nur den guten ersten Eindruck aus der Einsteigerfolge, sondern setzt noch einen drauf. Man tappt als Hörer zwar immer noch etwas im Dunkeln, was das große Ganze angeht, aber es rücken zunehmend politische Aspekte in den Fokus. Daneben steht die Entwicklung Maurices Charakters im Vordergrund und dies gelingt auf wunderbare Weise. Was die Sprecher in den Hauptrollen angeht machen eigentlich auch alle Beteiligten einen guten Job. Patrick Borlé als Maurice gefällt mir dabei ebenso gut wie Stefan und Thomas Lindner. Johnny Wittermann als Center kommt zwar auch gut rüber, aber ich empfinde seinen Charakter schon eine Spur zu überzeichnet. Mit den Sprechern in den Nebenrollen bin ich zwar nicht so zufrieden, aber das kann man verschmerzen. Das Tempo in der Folge könnte nicht besser sein und die gebotene Action ergänzt die interessante Handlung wunderbar. Man kann gar nicht fassen, dass dieses Hörspiel satte 78 Minuten Spielzeit hat, denn diese verfliegen ohne irgendwelche Längen wie im Nu. Zu guter Letzt sei der allzeit präsente Soundtrack erwähnt, der sich erfrischend von der 0815-Musik vieler Produktionen abhebt. Da stört auch nicht weiter, dass es immer noch völlig unklar bleibt, wann und wo die Geschichte spielt.

Mit der zweiten Folge ist es Lindenblatt Records auf wunderbare Art und Weise gelungen noch eine Schippe drauf zu legen. „Der Fahrer“ hat alles zu bieten, was ein spannendes Hörspiel braucht: Lebendige Figuren, eine interessante Handlung und Action in einem ausgezeichneten Mischungsverhältnis. So kann es weitergehen!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

18 Sterne = hervorragend

Cover: © Lindenblatt Records