Werner Leuthner: Der zweite Schläfer
Written by Adriane Haussmann |
 
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Kennst du das Gefühl, wenn man mitten in der Nacht erwacht und spürt, dass etwas nicht stimmt, man weiß nur noch nicht was? Es liegt etwas Seltsames in der Luft, eine gewisse Spannung und man geht dem Gefühl auf den Grund.

Als Armin in der Nacht erwacht, weiß er schnell, was nicht stimmt. Denn er hört ein weiteres Atemgeräusch. Da er aber allein im Zimmer ist, kann dies nicht sein. Doch der zweite Schläfer lässt sich einfach nicht ausfindig machen – auch nicht bei Licht. Als das Atmen nachts immer und immer wieder ertönt, macht sich Armin langsam um seinen Verstand Sorgen. Ist er verrückt? Ein Arzt soll Klarheit schaffen, doch auch danach hört der Spuk nicht auf…

Autor Werner Leuthner hat sich erneut ausgetobt und „Der zweite Schläfer“ erschaffen. Binnen 13 Minuten berichtet er wie Armin den zweiten Schläfer entdeckt und versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Da in Kurzgeschichten nicht viel Zeit bleibt, steigt das Hörspiel direkt an der Stelle ein an der Armin die Atemgeräusche das erste Mal hört. Und es dauert nicht lange bis auch ein Arzt konsultiert wird, aber hat dieser die richtige Lösung?

 

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Wie es für Kurzgeschichten üblich ist, wartet am Ende ein offener Schluss beziehungsweise eine Lösung, die jeder für sich selbst interpretieren darf. Gesprochen wird das Kurzhörspiel direkt von drei Sprechern, die die Rollen von Armin, dessen Frau und dem Arzt verkörpern: Andreas Borcherding, Dimitra Borcherding, Marcus Morlinghaus. Ansonsten wurde eher auf große Effekte verzichtet und sich auf das Wesentliche konzentriert.

Ich persönlich bin ein großer Fan von Kurzgeschichten, da sie oft eine nicht vorhersehbare Wendung haben und es schaffen, wie kaum ein anderes Genre, dass man mit offenem Mund am Ende dasitzt. Doch dieser Effekt blieb in dieser Geschichte eher aus. Vielleicht liegt es am Thema, aber man ermüdet trotz der kurzen Spieldauer sehr schnell und der Schluss war für mich mehr als unbefriedigend. Da bevorzuge ich das aktuelle Hörspiel „Der Rabe“ des Autors doch um einiges mehr.

Dennoch eine nette Unterhaltung, die der Tinnitus Verlag da veröffentlicht hat, die man sich zwischendurch einmal anhören kann. Und vielleicht kommt man mit mehrmaligem Hören der Lösung doch noch auf die Spur. Ich für meinen Teil habe mich nach dem dritten Mal geschlagen gegeben und kann mich mit dieser Kurzgeschichte nicht ganz anfreunden.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre:

10 Sterne = akzeptabel

Cover: © Tinnitus

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