Batman – Inferno 3: Blut und Rauch
Written by Daniel Fröhlich |
 
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 „Blut und Rauch“ ist der Titel des dritten Teils des „Inferno“-Kapitels der neuen Batman-Serie. Der Titel lässt einiges an Action vermuten, warten wir also ab, ob man den letzten Schritt hin zum Finale auch wirklich temporeich gestalten kann. Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich mich noch entschuldigen, dass ich in meiner Rezension zu Teil 2 von einem Dreiteiler sprach. In Wirklichkeit haben wir es bei „Inferno“ mit einem Vierteiler zu tun … daher sorry für diesen Schnitzer bzw. die mangelhafte Recherche meinerseits.

Zunächst kann man sagen, dass unsere drei Protagonisten (Batman, der Joker und Enfer) in der dritten Folge dieses Mehrteilers wenig bis gar nicht interagieren. Der Joker mischt in seinem Batman-Dress die Polizei auf und ist ansonsten am Sinnieren, ob er sich zunächst um Batman oder den Feuerteufel kümmern soll und Enfer bekommt seine Roboter-Spinnen geliefert mit denen er die Stadt in Schutt und Asche legen will und testet die erste auch gleich in Jokers Unterschlupf aus. Batman tritt dagegen in dieser Folge nicht in Aktion, lediglich Bruce Wayne machte eine Einkaufstour durch Lucius Fox Sortiment und gibt später eine Pressekonferenz.

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Alles in allem kann man sagen, dass in Teil 3 nicht wirklich viel Bemerkenswertes passiert. Zudem setzt man auch dieses Mal wieder journalistische Einspieler (Kolumnen, Nachrichtensendungen, etc.) als Stilelement ein und zwar sehr inflationär, bis kurz vor Schluss startet jeder zweite Track auf diese Weise (insgesamt neun Mal). Bei dieser Häufigkeit wirkt das irgendwann nicht mehr originell, sondern es beschleicht mich nach und nach immer deutlicher das Gefühl, dass man hier versucht die Folge in die Länge zu ziehen und Zeit zu schinden. Denn insgesamt wirkt die gesamte Folge eher wie ein aufgeblasener Füller, den man auch hätte stark kürzen und mit der Vorgänger- und/oder kommenden Folge vereinigen können. Es fehlt einfach das Fleisch in der Suppe und es passiert nicht wirklich viel Interessantes, wenn Gordon von irgendwelchen alten Joker-Kamellen spricht oder wir einen Abstecher in Enfers Schulzeit machen, trägt das nicht zur Handlung und auch nicht wirklich zu einer signifikanten Entwicklung der Charaktere bei. Die Pressekonferenz zog sich sehr in die Länge und auch manche Handlungsstränge erschließen sich mir nicht, zum Beispiel warum Jokers Handlanger nebenher noch Pakete und dann auch noch an Enfer ausliefern. Auch wenn Sprecher und Effekte gut sind, so krankt die gesamte Episode an einem Mangel an Handlung. Von inhaltlicher Seite also ein ziemlicher Schlag ins Wasser, was somit den Preis für dieses Hörspiel für sich allein betrachtet in meinen Augen nicht rechtfertigt.

Fazit: Man begnügt sich in Teil 3 lediglich damit einen ganz kleinen Schritt im Gesamtgefüge nach vorne zu machen und vertröstet den Hörer auf die Abschlussfolge. Im Vergleich zu den beiden Vorgängerfolgen zieht das vorliegende Hörspiel ganz klar den Kürzeren. Für mich persönlich ist das zu wenig.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (3,5)
Handlung: 
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion: 
 
16,5 Punkte = Durchschnitt

Cover: © High Score Music