Fraktal (01) – Verschollen im Mikrokosmos
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Mit der Serie Fraktal startet GIGAPHON nach Dragonbound ein neues Serien-Projekt. Hinter dem Titel versteckt sich jedoch nichts, was mit Frakturen, Knochenbrüchen oder anderen ähnlich unangenehmen Dingen zu tun hat, sondern wir begleiten die Protagonisten auf ihrer Reise in eine phantastische Welt, die noch kein Mensch betreten hat!

Im Gegensatz zum etwas abstrakt klingenden Titel der Serie lässt der Titel der Folge „Verschollen im Mikrokosmos“ schon eher vermuten in welche Richtung es geht. Wir haben es mit einem wissenschaftlich angehauchten Abenteuer zu tun. Als der Journalist Jason Joblonsky von der London Times nach Genf entsandt wird, um über eine Jahrhundert-Story zu berichten, ahnt dieser noch nicht, was ihn erwartet. Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, den Mikrokosmos weit jenseits der atomaren Skala zu erforschen. In einem speziell für diesen Zweck ausgerüsteten Raumschiff ist es ihnen nun möglich, den Raum zwischen den Quarks, den kleinsten der Menschheit bekannten Teilchen, zu erkunden. Dem Erkenntnisstand der Wissenschaft nach sollte in diesem Zwischenraum nichts bzw. Vakuum existieren ... aber es wäre doch eine recht langweilige Geschichte, wenn wir die Protagonisten nur auf einer ruhigen Spazierfahrt durchs Vakuum begleiten würden. Natürlich kommt es zu Komplikationen und der Captain der Skyclad muss abwägen, ob er das Leben der Crew aufs Spiel setzt oder die sichere Andockstation verlässt.

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Man kann sagen, dass mit der ersten Folge ein ausgezeichneter Start gelungen ist. Man schafft es einen sehr guten Mix zwischen Wissenschaft, Action und Dramatik zusammenzustellen. Die wissenschaftliche Basis der Geschichte kommt nicht zu kurz, man verrennt sich aber auch nicht in allzu wildem Kauderwelsch. Dazu kommt eine bemerkenswert gute Klangkulisse, die die Geschichte atmosphärisch bestens unterstreicht und zwar ähnlich gut wie in den Mark Brandis Produktionen, wie ich finde. Die Rollen sind samt und sonders bestens besetzt und man sucht vergeblich nach einer durchschnittlichen oder gar schlechten Sprecherleistung. Vor allem Gordon Piedesack gefällt mir in der Rolle des Captain Pierce sehr gut, wirklich kein Vergleich zu seiner geradezu öden Erzähler-Rolle in den Batman Hörspielen. Dass vor Beginn der eigentlichen Geschichte quasi eine Vorschau auf den dramatischen Höhepunkt gegeben wird, ist ein Punkt, bei dem man sicher darüber streiten kann, ob man das gut findet oder nicht, aber alles in allem habe ich dieses Hörspiel wirklich genossen. Einzig das Cover des Hörspiels ist meiner Meinung nach nicht wirklich schön geworden.

Der Start der Skyclad und ihrer Crew in den Fraktalraum ist schon mal mit Bravur überstanden worden. Nun bleibt abzuwarten, wie die Reise weitergehen wird. Im Gegensatz zum Weltraum, wo man auf fremde Planeten und Völker treffen kann, stelle ich mir die weitere Gestaltung der Handlung im Mikrokosmos zwischen Atomen und Molekülen deutlich schwieriger vor. Aber ich lasse mich gerne überraschen und freue mich bereits auf die Forsetzung der Serie!

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (4,5)
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung:
Cover: (2,5)
Emotion:
 
25,5 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © gigaphon

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