Fraktal (2) – Sternenstaub
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nach „Verschollen im Mikrokosmos“ kommt die zweite Episode, der noch recht neuen Serie aus dem Hause Gigaphon, mit dem kurz-knackigen Titel „Sternenstaub“ daher. Als ich den Titel lese, muss ich unwillkürlich an die guten alten „Europa“-Zeiten denken, denn „Sternenstaub“ war auch der Titel der aller ersten Folge der „Masters of the Universe“ rund um He-Man und seinen Erzrivalen Skeletor. Auch die dämonische Fratze, die mich vom Cover der vorliegenden Folge anblickt, ähnelt sehr entfernt an besagten Schurken. Ich bin gespannt, was die Besatzung der Skyclad im Mikrokosmos des Fraktalraumes erwartet … He-Man und seine Freunde werden es aller Wahrscheinlichkeit nach wohl nicht sein.

Wie es um das Forschungsschiff und seine Besatzung bestellt ist, ließ sich bereits am Ende der letzten Folge fühlen. Abgeschnitten von der Außenwelt, verschollen im Fraktal irrt die Skyclad im unerforschten Raum umher. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellt, hat es die Wissenschaftler in eine bisher unerforschte Ebene des Fraktalraumes verschlagen. Dort stoßen sie, entgegen aller Erwartungen, auf Sterne und Planeten. Es scheint sich um ein eigenes Universum jenseits alles bisher Bekannten zu handeln. Das Schiff landet auf einem Kometen, um dort die begonnen Reparaturarbeiten abschließen zu können. Auf dem mysteriösen Himmelskörper häufen sich jedoch alsbald eigenartige Ereignisse. Das Schiff hat eine Fehlfunktion nach der anderen und geisterhafte Stimmen erfüllen das Schiff. Als dann auch noch einige Crew-Mitglieder den Verstand zu verlieren scheinen, gerät die Besatzung in ernstzunehmende Gefahr!

 

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Mit der zweiten Folge schlägt die Serie einen Kurs ein, den ich fast genauso erwartet hatte. Ein eigenes Universum im Fraktalraum mit Planeten und Sternen erwartet die Crew. Dieses Szenario erinnert unweigerlich an Star Trek: Voyager … Ein Raumschiff weit weg von zu Hause und an Bord jede Menge Wissenschaftler, die sich denken: „Wenn wir schon mal da sind können wir auch weiter Forschung machen.“ Darauf läuft es im Endeffekt hinaus. Die zweite Folge startet etwas sehr ruhig, man nimmt sich viel Zeit bis Bewegung in die Handlung kommt und einige Zeit erscheint das Gehörte recht belanglos. Da wird Dr. Keppler auf der Krankenstation besucht oder Jay und der Roboter führen die Hunde Gassi, alles nicht besonders spannend. Erst mit der Landung auf dem Kometen kommt Tempo und Dramatik auf. Das Ganze lässt man dann mit einem recht abrupten Cliffhanger enden. Eine Sache, die mir nicht so gut gefällt, ist, dass Jay für meinen Geschmack etwas zu sehr im Rampenlicht steht. Egel was und egal wo etwas passiert, er ist immer mitten drin. Ich fände es gut, wenn man auch auf die Entwicklung der übrigen Charaktere etwas mehr Zeit verwenden würde. Die Musik ist sehr abwechslungsreich und passend gestaltet, auch Dialoge werden dezent musikalisch unterlegt, was nicht im Geringsten stört. Die Sprecherleistung ist ebenfalls sehr gut, auch wenn weiterhin nur ein kleiner Bruchteil der Crew stimmlich repräsentiert ist, aber vielleicht bekommen die bisher stummen Statisten in zukünftigen Folgen auch noch eine eigene Stimme.

Auch wenn es recht lange dauert bis das Hörspiel in die Gänge kommt, präsentiert man auch mit der zweiten „Fraktal“-Folge ein gutes Hörspiel. Das Ende war vielleicht etwas sehr abrupt, aber dennoch bin ich gespannt wie es weitergeht. Wie bereits angesprochen, würde ich es jedoch sehr begrüßen, wenn man in Zukunft neben Jay auch die übrigen Charaktere etwas stärker ins Rampenlicht rückt.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:  (3,5)
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion: (3,5)
 
23 Punkte = Hörspaß

Cover: © gigaphon

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