Mark Brandis – Raumkadett (5) – Der Aladin-Schachzug
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Der etwas kryptische Titel der fünften Folge aus der Reihe Mark Brandis – Raumkadett lässt in mir nicht den Hauch einer Ahnung aufkommen, um was es gehen könnte. Aber ich denke, wir können uns sicher sein, dass man uns, Aladin hin oder her, kein Märchen aus tausendundeiner Nach auftischen wird … da bin ich mir ziemlich sicher.

Die jüngsten Ereignisse beschäftigen Mark nach wie vor und er ist sich mittlerweile sehr sicher, dass sein Vater noch lebt und in irgendeinem afrikanischen Gefangenenlager sein Dasein fristet. Für ihn steht fest, er muss seinen Vater suchen! Da kommen ihm die jüngsten Ereignisse in der Schule gerade recht, die neue Direktorin kürzt kurzerhand die Ferien zusammen und die Urlaubspläne seiner Mitkadetten werden hinfällig. Diese Chance nutzt Mark, um seine Freunde von einer Reise nach Afrika zu überzeugen, offenbart jedoch nicht seine wirklichen Pläne. Captain Nelson, bei dem sich Mark seinerzeit als blinder Passagier einschlich, nennt ihm einen aussichtsreichen Kontaktmann in Kairo. Dieser ist zunächst abweisend, erklärt sich unter fadenscheinigen Gründen, dann aber doch bereit Mark zu helfen. Zu gegebener Zeit verlangt er dann aber doch einen klitzekleinen Gefallen, den ihm der junge Raumkadett nicht abschlägt. Allerdings bringt diese Gefälligkeit Mark dann doch in viel größere Schwierigkeiten als er sich hätte träumen lassen.

 

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Mit Folge 5 macht sich Mark Brandis auf die große Suche nach seinem verschollenen Vater, der überall in den weiten Afrikas stecken könnte. Man gestaltet dabei das Ende der vorliegenden Folge zudem sehr offen, so dass auch Stoff für die nächste oder die nächsten Episoden übrig bleibt. Zudem klingt bei den Veränderungen in der Kadettenschule hin zu militärischen Elementen auch schon der politische Umschwung mit, der uns zu späterem Zeitpunkt sicher noch stärker beschäftigen wird. Was die Handlungsdichte angeht, hätte es für meinen Geschmack ruhig ein wenig mehr sein können, das Hörspiel plätschert ohne größere Ereignisse oder Zwischenfälle vor sich hin und man hält den Hörer über weite Strecken mit müßigem Geplauder zwischen den Kadetten bei Laune, was deutliche Jugendhörspielatmosphäre erzeugt. Auch atmosphärisch hätte ich mir von der Klangkulisse ein wenig mehr „Nord Afrika“ in Kairo gewünscht, das kam, zumindest bei mir, abgesehen von ein paar Musikeinspielern nicht so richtig an. Ansonsten von Sprecherseite und was die Technik angeht soweit alles gehabt gut.

Was mir bei der neuen Folge gefällt, ist, dass man ein etwas größeres Handlungsgefüge rund um die Suche nach Brandis Vater anstrebt. Einige der Vorgängerfolgen vermittelten eher ein Gefühl von den „Drei Fragezeichen im Weltraum“, das war hier nicht ganz so der Fall. Dennoch ist die Handlung alles andere als dicht gepackt und es passiert relativ wenig, allerdings ohne dass es wirklich langweilig wird. Nach wie vor mutet die Serie noch wie eine Jugendhörspielreihe an, die sich eher an die Jüngeren wendet. Dennoch könnte die vorliegende Folge in Verbindung mit der Fortsetzung ein Sprungbrett bilden, um dieses Image hinter sich zu lassen. Ich bin jedenfalls gespannt auf die nächste Folge und den Ausgang von Marks Suche nach seinem Vater.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (3,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover: 
Emotion: (3,5)
 
24,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © Folgenreich

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