Mark Brandis (32) – Der Pandora-Zwischenfall
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nun ist es also soweit, heute halte ich die letzte Folge der Mark Brandis Reihe in meinen Händen. Man könnte sagen, dass damit eine Ära endet, denn mit dieser Serie hat man wirklich, was Qualität angeht, Akzente im Science Fiction Genre und im Hörspielbereich allgemein gesetzt. Ich hoffe, dass man mit der nun 32sten Folge ein würdiges Finale abliefert, das dieser fantastischen Serie gerecht wird.

Man steht kurz davor, das Sonnensystem zu verlassen und zu den Sternen aufzubrechen. Zu diesem Zweck wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen. Um die weiten Distanzen zu überbrücken, sollen nicht Menschen, sondern gezüchtete mit erhöhter Intelligenz und Lebenserwartung ausgestattete Kunstmenschen, sogenannte Astraliden, als Botschafter zu den entfernten Sternen aufbrechen. Auf Grund einiger Todesfälle wird Mark Brandis mit der Leitung des Projektes betraut. Unterstützt wird er dabei durch seine Frau Ruth sowie einige altbekannte Freunde, Iwan Stroganow und Dr. Rebecca Levy. Auch unter Brandis Leitung dauert es nicht lange, bis es zu ersten Zwischenfällen kommt. Bald sind Tote zu beklagen und das Projekt scheint nur noch um Haaresbreite vor dem Aus zu stehen. Es stellt sich die Frage ob die Übergriffe von außen oder innen kommen, eine schwierige Aufgabe für den ehemaligen VEGA Commander.

 

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, stellt sich sofort die Frage aller Fragen: „War das ein würdiger Abschluss?“ Meiner Meinung nach nicht ganz. Der Start ist genauso abrupt wie das Ende. Zu Beginn hat man ein wenig Mühe sich zu Recht zu finden und am Ende fällt die Auflösung kurz und knapp wie aus heiterem Himmel, wobei es aber auch nicht schwer zu erraten war. Man setzt zwar immer wieder kleine Akzente in der Handlung, die großen Paukenschläge bleiben allerdings weitestgehend aus. Das letztliche Ende der Folge ist sehr offen gehalten. Insgesamt kommt die ganze Folge von ihrer Grundstimmung und auch was die musikalischen Untermalung angeht recht ruhig und gemächlich daher. Die Effekte des Hörspiels sind auf gewohnt hohem Niveau und lassen wenig zu wünschen übrig. Was die Sprecherriege, angeführt durch viele altbekannte Stimmen, angeht habe ich wenig zu kritisieren, eigentlich stieß nur die Besetzung von Daniel Claus als Astralide M3 bei mir sauer auf, denn ihn hatte man bereits in der letzten Folge in einer Nebenrolle besetzt … eine unnötige Doppeltbesetzung in zwei aufeinanderfolgenden Episoden.

Alles in allem muss ich sagen, dass die letzte Folge, was die Story angeht, eine der schwächeren Abenteuer ist. Die Story an sich ist nicht schlecht, aber insgesamt, so würde ich sagen, bewegt man sich einem ähnlichen Niveau wie die ersten Folgen der Raumkadett-Reihe. Darüber können auch die gelungene Atmosphäre und die guten Sprechleistungen nicht vollends hinweg helfen. Ich muss dazu sagen, dass ich erst kürzlich wieder die frühen Folgen der Serie gehört habe und da kam stellenweise richtig Gänsehautatmosphäre auf, das vermisst man hier etwas. Die letzte Folge wird somit der Serie insgesamt, wie ich finde, nicht in Gänze gerecht was ich etwas schade finde. Das macht aber natürlich nicht die vielen Stunden erstklassiger Unterhaltung nichtig, die mir diese Serie beschert hat. In diesem Sinne also: Mark machs gut wohin dich die Sterne auch führen mögen, ich werde dich auf alle Fälle sehr vermissen!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover: 
Emotion:
 
24,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © Folgenreich

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