Mark Brandis: Triton-Passage
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Seit 240 Tagen muss Brandis als Pilot auf der Explorator herhalten und das auch noch trotz gleichem Dienstgrades unter fremdem Kommando. Die Mission besteht in der Beobachtung eines Sterns, der kurz davor steht zur Hypernova zu werden … alles andere als eine spannende Aufgabe. Doch Brandis' Wünsche werden erhört und Direktor Harris tritt mit einem Auftrag an ihn heran, ein Republikenschiff droht in den Neptun zu stürzen und Brandis scheint die einzige Hoffnung. Wieder einmal steht er in einem Konflikt und entscheidet sich selbstverständlich für die Rettungsaktion. Doch diese stürzt die Besatzung der Explorator selbst ins Unglück. Nachdem die Haupttriebwerke und schließlich auch noch das Lebenserhaltungssystem ausfallen, droht der Erstickungstod ... eine schier aussichtslose Situation. Neben dieser Story gibt es auch wieder einiges an politischen Problemen zwischen Union und Republiken, aber zwischen den beiden Blöcken brodelt es ja immer mehr oder weniger stark. Zum Schluss setzt es dann nochmal einen Paukenschlag, der viel Lust auf die nächsten Folgen macht und, zumindest bei mir, einige Fragen bezüglich des weiteren Verlaufs aufwirft.

 

 

Nachdem die letzten Folgen der Serie vorwiegend zweiteilig waren setzt man dieses Mal wieder auf eine Einzelfolge. Zuletzt hatte ich gelegentlich angemerkt, dass mir die Handlungsdichte in den ersten Episoden der Zweiteiler etwas zu dünn sei. Dieses Problem (wobei das natürlich Jammern auf höchstem Niveau ist) hat man bei der vorliegenden Folge nicht. Trotz der fast 80 Minuten kommt keinerlei Langeweile auf. Die Tatsache, dass sich etwas ruhigere mit sehr rasanten Phasen abwechseln, stört den Fluss der Geschichte auch in keinem Fall. Michael Lott als Mark Brandis ist wie immer einsame Klasse, er gibt wie schon so oft eine wahrlich tragische Figur ab. Zerfressen von Zweifel stellt er sich immer wieder die Frage, warum gerade ER immer wieder all diese Aufgaben übernehmen muss. Ist das alles es wert immer größere Teile seines ohnehin schon viel zu sehr vernachlässigten Privatlebens mit Ruth zu opfern? Bei den übrigen Sprechern hört man wieder viele neue Stimmen und keine fällt in irgendeinem Sinne negativ auf. Alle agieren sehr professionell und wenn ich jemanden herausstellen müsste (was allerdings schwierig ist), dann vielleicht Roman Kretschmar, der einen wirklich überzeugenden Widerling abgibt. Die Atmosphäre ist auch wieder einmal einfach phantastisch und mitreißend, aber anders ist man es bei dieser Serie ja auch nicht gewohnt. Die Musik fügt sich ebenfalls ausgezeichnet ein.

Alles in allem wieder eine hervorragende Mark Brandis Folge, die die Fans wahrscheinlich vollkommen zufriedenstellen wird. Ich jedenfalls bin aufs vollste befriedigt und werde ungeduldig auf die nächste Episode warten … hoffentlich dieses Mal weniger als ein halbes Jahr.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

18 Sterne= hervorragend

Cover: © Folgenreich

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