Fred hat es nicht leicht: Umzug, neue Schule und eine Wohnung direkt auf dem Friedhof bringen ihm keine Punkte auf der Beliebtheitsskala. Das lässt ihn auch Schul-Schläger und Oberfiesling Aaron Bärbach spüren. Doch dann hört Fred eines Nachts Stimmen aus einer geheimnisvollen Gruft. Er und sein Freund Franz Ferdinand schlittern in ein Abenteuer, in dem sie nicht nur eine Geisterfamilie und ein Krokodil aus Stein zum Leben erwecken, sondern sich auch gegen geheimste Geheimbünde zur Wehr setzen müssen. Der erste Teil der neuen witzigen Schauerserie – gruselig-gut und ungekürzt gelesen vom Autor Kai Lüftner höchst selbst.

 

Audio-Kritiken.de: Die Geschichte spielt an Originalschauplätzen in Köpenick. Verbindest du auch persönliche Geschichten mit diesen Schauplätzen?

Kai: Auf jeden Fall! Jeder einzelne der Plätze wie Friedhof, Schöneweide, Altstadt, Spindlersfeld sind für mich natürlich als gebürtiger Köpenicker besetzt und es war besonders spannend, dort eben eine fantastische  Geschichte spielen zu lassen.

 

Audio-Kritiken.de: Wieviel Fred steckt in dir?

Kai: Ich glaube, so viel Fred steckt nicht in mir, weil ich vom Wesen her sehr anders war. Ich hab mir nicht so viel gefallen lassen, andererseits – dieses leicht zurückgezogene und sich so ein bisschen mehr mit sich selbst als mit seiner Umwelt beschäftigen und manchmal davon überfahren ein bisschen zu werden, das kenne ich dann wiederum doch. Aber eigentlich ist mein Grundnaturell immer schon eher wie „Hau-drauf-wie-nix“ gewesen, und das hat der Fred nun gar nicht.

 

Audio-Kritiken.de: Hast du als Kind auch Erfahrungen mit Schulschlägern sammeln müssen? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Kai: (lacht) Ich hab das magisch angezogen mit den Schulschlägern und habe mich immer für den Dicken, den Dünnen, für den mit der Zahnspange und den mit der dicken Brille ein bisschen mitgeprügelt, weil die das nicht konnten. Dafür haben die mir dann wiederum in Mathe geholfen oder mir mal irgendwie einen „Mamba“ geschenkt. Also ich muss schon zugeben, dass ich damit ziemliche Erfahrung habe und dass ich auch heute als erwachsener Mann manchmal so ein bisschen skeptisch auf dieses ganze Schulsystem gucke. Ich finde, das wurde damals nie so richtig behandelt und abgefangen, und es waren natürlich auch andere Zeiten, aber auch heute ist es nicht immer leicht, ein Kind zu sein was sich nicht so einfach durchsetzen kann. Zumindest erlebe ich das, und zumindest habe ich das auch als Sozialarbeiter direkt bearbeitet, diese Thematik, die immer wieder auftaucht.

 

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