Der vierzehnjährige Prinz Alfie wird plötzlich Englands neuer König. Dabei würde er doch lieber ein ganz normales Leben führen, statt sich wie bisher vor Paparazzi in Müllcontainern verstecken zu müssen... Was Alfie nicht weiß: Als König soll er auch die Rolle des legendären »Defender« übernehmen und als geheimer Superheld das Königreich vor den fiesesten Bösewichten beschützen. Mit seiner Freundin Hayley muss Alfie jetzt den Superschurken zur Strecke bringen, der ganz England bedroht: den Schwarzen Drachen! Ein königliches Hörvergnügen voller Action und Humor.

 

Audio-Kritiken.de: Wohl fast jedes Kind träumt davon, einmal ein Superheld zu sein. War das bei dir früher auch so?

Robert: Da ich ja eine Waldorf-Schulausbildung genossen habe, bin ich in relativ wenig Kontakt mit Superhelden gekommen. Das war etwas verpönt an meiner Schule. Ich habe mich eigentlich mehr mit Karl May beschäftigt und wollte dementsprechend eigentlich immer so was wie Winnetou sein, was ja auch so eine Art früher Superheld ist, oder war.

 

Audio-Kritiken.de: Hast du denn jetzt einen Lieblings-Superhelden?

Robert: Man mag es kaum glauben, so eine Schulbildung kann einen tatsächlich ein Leben lang prägen. Ich bin nie so richtig warm geworden mit Superhelden. Es gab allerdings als Jugendlicher… „Condorman“, und das habe ich total ernst genommen. Mittlerweile weiß ich, dass das eine Superhelden-Verarschung war. Aber „Condorman“ war dann zumindest in Gesprächen mit Klassenkameraden mein Lieblingssuperheld, und die haben alle immer wissend gelächelt, und ich wusste nicht genau warum. Bis ich dann irgendwann vor 5/ 6 Jahren den Film noch mal gesehen und festgestellt habe, dass das alles eine Satire auf das Superheldentum ist… Dementsprechend ist, glaube ich, immer noch „Condorman“ mein Superheld, denn ich möchte ja mein 12jähriges Ich nicht enttäuschen.

 

Audio-Kritiken.de: Kannst du dir vorstellen, dass die Queen bei Nacht auf Schurken-Tour geht?

Robert: Bei Queen Mum hätte ich es mir nach dem dritten Gin Tonic vorstellen können, ob die Queen selber es jetzt macht (lacht)… ja, wieso nicht? Sagen wir mal so, wenn ich in einem Land leben müsste, in dem von meinen Steuern eine Königsfamilie bezahlt wird, dann würde ich mir zumindest versuchen einzubilden, dass sie nachts auf Schurkentour geht. Damit es irgendwie wenigstens halbwegs interessant ist, warum sie von meinem hart erarbeiteten Steuergeld leben darf (lacht).

 

Audio-Kritiken.de: Apropos Königsfamilie: Wer wäre denn der bessere Defender: William oder Harry?

Robert: Ich glaube, das ist ziemlich klar: Harry. William ist einfach viel zu vorbildlich, brav und dem Repräsentationsamt am besten entsprechend. Ich glaube, wenn man was „defenden“ will, dann muss man auch ab und zu mal die Regeln brechen, und da wir ja alle wissen, dass Harry das mit Vorliebe macht, würde ich sagen: Harry.

 

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