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Manchmal ist das Leben wie ein Puzzle. Man erhält nur einzelne Teile, die zusammen das große Ganze ergeben. Doch zuerst einmal muss man herausfinden, welche Teile wohin gehören, um überhaupt den Überblick zu gewinnen, doch hat man den einmal, ist alles klar. Hat man ihn nicht, tappt man stets im Dunkeln.
Alles beginnt mit einer Blutspur an Simons Fahrradreifen, doch als er den Ursprung suchen will, ist dieser verschwunden. Doch Simon weiß, dass er sich nicht geirrt hat und beginnt mit seinen Ermittlungen. Eine Lagerhalle wird Dreh- und Angelpunkt seiner Schnüffeleien und dort verliert er auch beinahe sein Leben. Erst da wird dem Jungen bewusst, dass er hier auf etwas Größeres und Gefährlicheres gestoßen sein muss als zu Beginn gedacht. Währenddessen forscht Simons Mutter als Polizeibeamtin nach illegalen ukrainischen Jungen in Deutschland und keiner der beiden ahnt, dass sie jeweils ein Puzzleteil der Lösung kennen.
Zunächst versteht man nicht, warum das Hörbuch den Titel „Das Lächeln der Spinne“ trägt. Denn auf den ersten Blick haben die beiden Fälle von Simon und seiner Mutter nichts gemeinsam. Doch nach und nach passen die Ereignisse zusammen, zumindest für den Hörer. Denn wir hören die Ermittlungsfortschritte beider Protagonisten, während diese nicht miteinander reden und so jeweils in einer Sackgasse landen.
Um die Ermittlungen besser voneinander zu trennen, setzte man bei der Umsetzung auf zwei Sprecher. So wird Jona Mues die Stimme des 13-Jährigen Simons und Bernd Stephan übernimmt den erzählerischen Teil. Zusammen setzen sie die Vorlage des Jugendthrillers von Jürgen Banscherus gut um. Bernd Stephen wirkt mit seiner tiefen Stimme sehr seriös und bringt eine gewisse Ruhe und Ernsthaftigkeit in das Thema ohne dabei aber Lehrercharakter zu erhalten. Jona Mues hingegen klingt jung und naiv, kann aber auch in den brenzligen Situationen überzeugen.
Um die Protagonisten aus der Ukraine greifbarer und ihre Situation verständlicher zu machen, griff man auf die Hilfe von Briefen zurück, die einer der Jungen schreibt. Sie schildern seine Situation und die Gründe für seine Flucht. Über diese Briefe erfährt der Zuhörer auch am Ende von einem Happy End, so dass ein beruhigender Schluss nach 3 CDs auf einen wartet, der das Abschließen mit der Geschichte ermöglicht.
„Das Lächeln der Spinne“ beäugt ein Thema, das wir oft vergessen und meistens auch nicht viel darüber wissen, typisch für Banscherus solch ein ernstes Thema für Jugendliche verständlich aufzuarbeiten. Wieder ein gelungener Jugendthriller, dem ich persönlich aber seinen Titel „Die Warnung“ vorziehen würde.
Unsere Bewertung:
Sprecher : 
Story:
Aufbau: 
Atmosphäre:
17 Sterne = hervorragend
Cover: © Jumbo
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